Industriegasekonzern
Linde begibt Milliardenanleihe

Linde sammelt mit einer neuen Anleihe frisches Kapital in Milliardenhöhe ein. Die Einnahmen sollen zur Rückzahlung des Kredits verwendet werden, den Linde für den Kauf der US-Firma Lincare eingesetzt hatte.
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FrankfurtDer Münchener Industriegasekonzern Linde sammelt mit einer Anleihe eine Milliarde Euro frisches Kapital ein. Der Bond wird mit einem Kupon von 1,75 Prozent verzinst und rentiert 35 Basispunkte über der Swapmitte, wie Linde am Mittwoch in München mitteile.

Mit den Einnahmen will der Konzern zur Rückzahlung eines Kredits verwenden, den Linde für den Kauf der US-Firma Lincare eingesetzt hatte. Die Anleihe hat eine Laufzeit von acht Jahren. Federführend bei der Emission waren die Bankhäuser HSBC, Mitsubishi UFJ Securities und Unicredit.

„Es war uns wichtig, einen substanziellen Teil des Akquisitionskredits zügig durch langfristige Kapitalmarktverbindlichkeiten zu ersetzen“, erklärte Finanzchef Georg Denoke. Linde hatten die Übernahme des amerikanischen Gesundheitsdienstleisters, der Atemwegspatienten zu Hause mit Sauerstoff-Therapien versorgt, vor kurzem unter Dach und Fach gebracht.

Mit dem rund 3,6 Milliarden Euro teuren Zukauf ist Linde im Geschäft mit Medizingasen und der Gase-Versorgung von Atemwegspatienten die Nummer eins geworden. Der bisherige Platzhirsch Air Liquide aus Frankreich wurde auf den zweiten Platz gedrängt.

Zur Finanzierung des Zukaufs hatte Linde im Juli bereits eine Kapitalerhöhung auf den Weg gebracht. Linde hatte damit bei institutionellen Investoren wie Fonds und Versicherungsgesellschaften 1,4 Milliarden Euro eingesammelt. Mit Lincare war Linde-Chef Wolfgang Reitzle sechs Jahre nach der Übernahme des britischen Gaserivalen BOC ein weiterer großer Milliarden-Coup geglückt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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