Inflationsberechnung
Argentinien macht reinen Tisch bei Inflationszahlen

Die argentinische Regierung hat ihren Index für die Inflationsberechnung überarbeitet. Investoren sehen das als Schritt in die richtige Richtung. Argentiniens Dollar-Bonds legten eine Rally hin.
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Buenos AiresDie argentinische Regierung hat am Donnerstag einen neuen Index für die Inflationsberechnung vorgestellt. Investoren gilt das als ein Schritt in die richtige Richtung. Die Rally argentinischer Bonds dürfte weiterlaufen.

Die Verbraucherpreise sind im Januar um 3,7 Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen, wie Wirtschaftsminister Axel Kicillof mitteilte. Das war der größte Anstieg seit 2002, im Vergleich zum vorherigen Index, der auf den Großraum Buenos Aires beschränkt war.

Argentinische Dollar-Staatsanleihen brachten im Februar bislang einen Ertrag von 8,06 Prozent ein - das beste Ergebnis unter den Schwellenländermärkten. Die Risikoprämie der Argentinien-Bonds gegenüber US-Treasuries sank auf 970 Basispunkte, wie der EMBIG Index von JPMorgan Chase & Co. zeigt.

„Argentinien schenkt endlich reinen Wein ein und druckt beim Monatsvergleich eine Monster-Inflationszahl aus, wie vom Internationalen Währungsfonds verlangt“, schrieb Donato Guarino, Stratege bei Barclays in New York per E-Mail. „In diesem Fall sind schlechte Nachrichten gute Nachrichten - eine schlechte Inflationszahl, die eine Rally auslösen wird.“

Argentinien hatte seit 2007, als der damalige Präsident Nestor Kirchner leitende Mitarbeiter im Statistikamt austauschte, offizielle Inflationszahlen berichtet, die weit niedriger lagen, als die Zahlen, die private Institute ermittelten. Daraufhin wurde das Land vom IWF offiziell gerügt.

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Argentinien macht reinen Tisch bei Inflationszahlen

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Es sei dringlich gewesen, die Inflationsberechnung zu verändern

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  • Argentiniens Albtraum-Default, dieser seit 2002 andauernde HORROR muss endlich ein Ende haben!!!
    Wir, die Holdouts leiden seit mehr als einem Jahrzehnt!

    Seit 2002 hat Argentinien nicht einen Cent an die Holdouts gezahlt!

    Neben den US- Hedge-Fonds gibt es noch zehntausende retail Holdouts weltweit, die meisten davon aus Italien und Deutschland.

    Die meisten Holdouts sind "bevor Default-Käufer ", die ihre Anleihen zu einem Durchschnitt von 100 % oder sogar mehr gekauft haben.

    Präsident Obama und Bundeskanzlerin Merkel sollten helfen, Argentiniens Horror-Default zu beenden und mit der argentinischen Präsidentin Kirchner sprechen.

    Präsident Kirchner (übrigens eine sehr schöne Frau) sollte diesen seit 2002 andauernden HORROR-Default beenden und das Holdout-Problem endlich lösen!

    Eine Versöhnung mit den Holdouts würde Argentiniens Ratings verbessern, dadurch ein Feuerwerk von Investitionen initiieren und auch billigere Kredite für argentinische Unternehmen ermöglichen.

    Argentinien hätte eindeutig die Fähigkeit, die Schulden an die Holdouts nach mehr als einem Jahrzehnt zurückzuzahlen! Die Restschuld beträgt nur etwa 12 Milliarden. (inkl. aufgelaufener Zinsen ) Es ist nicht viel für die drittgrößte Volkswirtschaft in Südamerika.

    Wenn Argentinien und die Holdouts eine Vereinbarung erzielen würden, würden die Pfändungsgefahren und auch ein technischer Default auf die Neubonds sofort abgewendet. Argentinien könnte sofort an den Kapitalmarkt zurückkehren und dadurch die Zahlungen an die Holdouts refinanzieren, ohne Verwendung von Reserven.

  • Argentiniens Albtraum-Default, dieser seit 2002 andauernde HORROR muss endlich ein Ende haben!!!
    Wir, die Holdouts leiden seit mehr als einem Jahrzehnt!

    Seit 2002 hat Argentinien nicht einen Cent an die Holdouts gezahlt!

    Neben den US- Hedge-Fonds gibt es noch zehntausende retail Holdouts weltweit, die meisten davon aus Italien und Deutschland.

    Die meisten Holdouts sind "bevor Default-Käufer ", die ihre Anleihen zu einem Durchschnitt von 100 % oder sogar mehr gekauft haben.

    Präsident Obama und Bundeskanzlerin Merkel sollten helfen, Argentiniens Horror-Default zu beenden und mit der argentinischen Präsidentin Kirchner sprechen.

    Präsident Kirchner (übrigens eine sehr schöne Frau) sollte diesen seit 2002 andauernden HORROR-Default beenden und das Holdout-Problem endlich lösen!

    Eine Versöhnung mit den Holdouts würde Argentiniens Ratings verbessern, dadurch ein Feuerwerk von Investitionen initiieren und auch billigere Kredite für argentinische Unternehmen ermöglichen.

    Argentinien hätte eindeutig die Fähigkeit, die Schulden an die Holdouts nach mehr als einem Jahrzehnt zurückzuzahlen! Die Restschuld beträgt nur etwa 12 Milliarden. (inkl. aufgelaufener Zinsen ) Es ist nicht viel für die drittgrößte Volkswirtschaft in Südamerika.

    Wenn Argentinien und die Holdouts eine Vereinbarung erzielen würden, würden die Pfändungsgefahren und auch ein technischer Default auf die Neubonds sofort abgewendet. Argentinien könnte sofort an den Kapitalmarkt zurückkehren und dadurch die Zahlungen an die Holdouts refinanzieren, ohne Verwendung von Reserven.

  • Die Holdouts wollen eine einfache, klare, sichere und AKZEPTABLE Lösung.

    Die Holdouts wollen keine exotische Finanzkonstrukte, wie sie die Swap-Bedingungen im Jahr 2005 und 2010 waren, mit einem exorbitanten Kapitalschnitt, mit vielen neuen Anleihen, mit nur Discount Anleihen über $ 50.000, BIP- Optionsscheine etc. und mit Laufzeiten in der Ewigkeit. Solche Aktien ähnliche Finanzkonstrukte sind unannehmbar.
    Ein Tausch von alten Anleihen in neue Anleihen ist auch aus steuerlichen Gründen nicht hinnehmbar. In Deutschland zum Beispiel, wenn man ein Tauschanbot akzeptieren würde, müsste man für die neuen Anleihen eine zusätzliche Steuer von a. 30% zahlen. (der Bestandsschutz auf die alten Anleihen, die vor 2009 gekauft wurden, würden bei einem Tausch wegfallen.)

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