Inflationsdaten helfen
Renten-Kurse bekommen Auftrieb

Besser als erwartet ausgefallene Inflationsdaten der Bundesländer Bayern und Brandenburg haben den Kursen der europäischen Staatsanleihen am Montag leichten Auftrieb verliehen.

Reuters FRANKFURT. „Nachdem die Inflation in Baden-Württemberg, Hessen und Sachsen jüngst stärker als erwartet gestiegen war, hatten einige befürchtet, dass es in Bayern und Brandenburg auch eine negative Überraschung gibt“, sagte ein Händler. „Weil sich die Inflationsaussichten nun etwas verbessert haben, legten die Renten zu.“ Bei einem stabilen Preisniveau sinkt die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinssenkung durch die Europäische Zentralbank, was die Stimmung am Rentenmarkt hebt.

Daneben erhielten die Staatsanleihen noch Unterstützung von den fallenden Aktienkursen. Die Umsätze blieben allerdings deutlich hinter dem Durchschnitt zurück, da britische Marktteilnehmer feiertagsbedingt fehlten.

Die bayerische Teuerung ging im August zum Vormonat um 0,1 % zurück. In Brandenburg blieben die Preise stabil. In Baden-Württemberg lag die Inflation im August im Monatsvergleich bei 0,2 % und in Hessen bei 0,1 %. In Sachsen blieben die Kosten für die Lebenshaltung unverändert. Die Inflationsdaten für die drei letzteren Bundesländer waren bereits am Freitag veröffentlicht worden.

Viele Anleger konzentrierten sich allerdings bereits auf die Veröffentlichung wichtiger US-amerikanischer und deutscher Konjunkturdaten am Dienstag. Unter anderem ist die Bekanntgabe des Index des US-Verbrauchervertrauens angekündigt. Dieser gibt Hinweise auf das zukünftige Kaufverhalten der US-Verbraucher. Die Konsumausgaben machen rund zwei Drittel der Wirtschaftsleistung der USA aus. Daneben steht der Ifo-Geschäftsklimaindex, der die Erwartungen der deutschen Unternehmen für die wirtschaftliche Entwicklung der kommenden Monate widerspiegelt, zur Veröffentlichung an.

Der richtungweisende Bund-Future lag am Mittag 33 Ticks im Plus bei 114,36 Punkten. Der Bobl-Future stieg derweil um 26 Ticks auf 111,25 Stellen, während der Schatz-Future acht Ticks auf 105,91 Zähler zulegte. Die führende zehnjährige Bundesanleihe notierte 33 Ticks höher bei 96,85 Stellen und rentierte auf diesem Niveau bei 4,145 %. Der Deutsche Aktienindex fiel bis zum Mittag um 1,2 % auf 3507 Punkte.

Die börsennotierten öffentlichen Anleihen legten am Montag im Kassa-Vergleich mehrheitlich zu. Während 51 Papiere bis zu 0,5 %punkte gewannen, verloren zwölf Titel bis zu 0,013 %punkte. Die Umlaufrendite öffentlicher Anleihen fiel auf 3,90 (3,93) Prozent. Die Bundesbank verkaufte in Frankfurt zum Marktausgleich Anleihen im Volumen von 57,1 (Verkäufe am Freitag 21,7) Mill. €. Der Rex-Rentenindex stieg um 0,1 % auf 117,7881 Stellen.

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