Insolvente „MS Deutschland“
Amerikaner kaufen „Traumschiff“ für 21 Millionen Dollar

Das wohl bekannteste Kreuzfahrtschiff Deutschlands bekommt neue Eigentümer. Die rund 2000 Anleiheinvestoren verlieren wohl trotzdem den Großteil ihres Geldes. Die künftigen Eigner sitzen in den USA.
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Das insolvente „Traumschiff“ aus der gleichnamigen ZDF-Fernsehserie hat einen neuen Eigentümer. Nach Informationen des Handelsblatts (Mittwochsausgabe) kauft die bislang kaum bekannte US-Firma Absolute Nevada die „MS Deutschland“ für 21 Millionen Dollar (rund 18,5 Millionen Euro). Wie ein interner Auszug der Berenberg Bank belegt, gingen bei Insolvenzverwalter Reinhold Schmid-Sperber bereits am 11. Mai 16,81 Millionen Dollar von einem texanischen Konto ein. Gut vier Millionen Dollar sollen die Amerikaner schon im März angezahlt haben.

Insolvenzverwalter Schmid-Sperber bestätigte dem Handelsblatt am Dienstag den Verkauf. Den Namen des Käufers wie auch den Kaufpreis nannte er jedoch nicht. Er ließ ebenso offen, wie viel von dem Verkaufserlös an die rund 2000 Anleger fließt, die der „MS Deutschland“ 2012 rund 50 Millionen Euro liehen. Die Betreiber des „Traumschiffs“ hatten damals eine Anleihe begeben und Investoren knapp sieben Prozent Zinsen pro Jahr in Aussicht gestellt. 2014 warteten die Anleger jedoch vergeblich auf Zinszahlungen.

Die „MS Deutschland“ war acht Jahre lang Drehort der ZDF-Serie „Das Traumschiff“. Ende Oktober 2014 meldete die Betreibergesellschaft Insolvenz an.

Massimo Bognanni ist Reporter im Handelsblatt Investigativ-Team.
Massimo Bognanni
Handelsblatt / Reporter im Investigativ-Team

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