Inverse Zinsstrukturkurve
Bondrenditen steigen nach Zinsentscheid

Der Kurs der deutschen Bundesanleihe reagierte am Donnerstag mit Abschlägen auf das wichtigste Ereignis des Tages: die Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank (EZB), verbunden mit der Aussicht auf weitere Erhöhungen.

ina/Bloomberg FRANKFURT. Nach der Ankündigung der Europäischen Zentralbank (EZB), die Zinsen zu erhöhen, stieg die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe deutlich und erreichte am späten Abend 3,71 Prozent. Zeitweise war die Zinsstrukturkurve invers, das heißt, die Rendite der zweijährigen Titel lag über der der zehnjährigen Papiere. Der Bund-Future wurde bei 118,41 (-0,31) Prozent gehandelt.

An den US-Kreditmärkten tat sich wenig. Die Effektivverzinsung der zehnjährigen US-Staatsanleihe wurde praktisch unverändert bei 4,49 Prozent errechnet. Die Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe fielen in der vergangenen Woche um 34 000 auf saisonbereinigte 324 000, was die Bondmärkte wenig beeindruckte, weil die Zahlen den Erwartungen entsprachen. Das Zahlenwerk reichte nicht, um den Eindruck einer schwachen Konjunkturlage hervorzurufen, was nötig wäre, um Investoren erneut in Anleihen zu locken. Mit großer Spannung blickten die Akteure allerdings bereits am Donnerstag auf die am Freitag zur Veröffentlichung anstehenden Arbeitsmarktdaten.

Am Neuemissionsmarkt werden unter anderem Eurohypo, Svenska Handelsbanken, Wal-Mart und F&C erwartet.

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