Investmentbanken fahren gemischtes Ergebnis ein
Anleihegeschäft macht Banken zu schaffen

Die Investmentbanken haben im abgelaufenen Quartal weltweit nur ein gemischtes Ergebnis eingefahren. Während die Einnahmen aus den Fusions-Transaktionen gegenüber dem Vorjahr wieder zunahmen, sackten sie im Anleihe- und Aktiengeschäft nach Angaben des Informationsanbieters Dealogic deutlich ab.

fs LONDON. Auch im eigentlich positiven Fusionsgeschäft zeigt sich ein zweigeteiltes Bild: Während die Deals in den USA zunahmen, gab das Geschäft in Europa um ein Fünftel nach. Global und in Europa stieß dabei die US-Bank Morgan Stanley ihren amerikanischen Konkurrenten Goldman Sachs bei den angekündigten Transaktionen von Platz 1. Nur in Amerika – und bei den Einnahmen – konnte Goldman seine Spitzenposition behaupten. Grundsätzlich zog das Geschäft mit Übernahmen wieder an, was sich auch an den Mega-Deals von Gillette durch Procter & Gamble (57 Mrd. Dollar) und AT&T durch SBC Communications (22,6 Mrd. Dollar) zeigte. Der Anteil der Private-Equity-Branche an den Übernahmen hat sich dagegen leicht von 15 Prozent auf elf Prozent verringert.

Im Anleihegeschäft ist vor allem der US-Markt am Rückgang um fast ein Fünftel auf 1,4 Bill. Dollar schuld. Das Geschäft verringerte sich in den USA um fast ein Drittel. Spitzenreiter unter den Investmentbanken blieb in diesem Geschäft zum vierten Mal in Folge unangefochten die Citigroup.

Bei Aktienprodukten gingen die Einnahmen insgesamt um fast ein Fünftel zurück. Das Geschäft mit Wandelanleihen (Convertibles) brach noch dramatischer, es halbierte sich nahezu. Dagegen erholte sich das Neuemissionsgeschäft leicht. Die Einnahmen stiegen um mehr als fünf Prozent auf 1,1 Mrd. Dollar. Diesen Geschäftsbereich dominierte Morgan Stanley. Im gesamten Bereich Equity Capital Markets lag dagegen die Schweizer Großbank UBS an der Spitze.

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