Investoren verkaufen
Raus aus Unternehmensanleihen

Große Investoren wie Pimco oder die Deutsche Bank verkaufen Unternehmensanleihen. Dabei hatten ihnen die in diesem Jahr „bemerkenswerte“ Erträge beschert. Was dahinter steckt - und was die Investoren stattdessen kaufen.
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Investoren stoßen massiv Unternehmensanleihen an. Aus börsengehandelten Fonds (ETF), die Unternehmensanleihen halten, ziehen sie so viel Geld ab wie seit sechs Monaten nicht mehr, wie aus Bloomberg-Daten hervorgeht. Der ETF von Pacific Investment Management Co. (Pimco) hat seine Bestände an Unternehmenspapieren zugunsten von Staatsanleihen reduziert.

Die Nachfrage nach Firmenbonds schwächt sich ab, weil die Investoren einen Einbruch der US-Konjunktur fürchten. Da die US-Politik bisher keine Vereinbarung erreicht hat, um automatische Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen von etwa 600 Milliarden Dollar zu vermeiden, die die noch nicht gefestigte Konjunkturerholung abwürgen könnten. Ohne einen Kompromiss droht dem Land nach Einschätzung von JPMorgan Chase eine weitere Rezession, vier Jahre nachdem die Finanzkrise die schlimmsten Verluste bei Unternehmensanleihen verursacht hatte.

„Es ist kaum ein Katalysator in Sicht, der Risiko- Vermögenswerte auf kurze Sicht anschieben könnte“, sagt Bonnie Baha von DoubleLine Capital. „Wir verzichten lieber auf ein bisschen mehr Ertrag als dass wir in einem ungünstigen Marktumfeld Portfolios neu ausrichten müssen.“

Der Total Return ETF von Pimco hat den Anteil seiner Unternehmensanleihen im vergangenen Monat um mehr als drei Prozentpunkte auf 18,9 Prozent seiner Bestände reduziert, zeigen Bloomberg-Daten.

Der Junkbond ETF von BlackRock, der größte seiner Art, hat vor zwei Tagen die größten Abflüsse seiner Geschichte berichtet. Der Investmentgrade Bond-ETF der Gesellschaft verzeichnete in den vier Tagen bis zum 13. November die größten Abflüsse seit März.

Die Risikoaufschläge bei Bonds sind in diesem Monat weltweit um fünf Basispunkte gestiegen, nachdem sie in den ersten zehn Monaten dieses Jahres um 122 Basispunkte gefallen waren, zeigen Indexdaten von Bank of America Merrill Lynch. Die Papiere haben dieses Jahr 11,3 Prozent zugelegt, der größte Anstieg seit 2009, was die Renditen auf Rekordtiefs gedrückt hat.

Nach den „bemerkenswerten“ Erträgen bei Unternehmensanleihen in diesem Jahr „ist der Anreiz weitere Risiken bis zum Jahresende einzugehen niedrig, auch angesichts der Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Fiskalklippe”, schrieb Richard Salditt, Kreditstratege bei der Wertpapiertochter der Deutschen Bank in einer Mitteilung an Kunden. „Wir sehen nun eine größere Wahrscheinlichkeit für eine moderate Korrektur der Kreditspreads.”

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„Sehr viel Unsicherheit“

Kommentare zu " Investoren verkaufen: Raus aus Unternehmensanleihen"

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  • corporate Bonds mit Ausrichtung Europa waren der Bringer in diesem Jahr. Daß die Party nicht ewig weitergeht ist bei nachlassender Konjunktur klar; dennoch fehlen mir die Alternativen. Staatsanleihen? Pfui Teufel!

  • Anleihen von Heidelberger Zement oder Fresenius liegen auf Höchstkursen, da sind Renditen von gut 4% keine Seltenheit, und das bei Junk Bonds mit BB-Rating. High-Yield war durch die LTRO`s der Zentralbanken leicht verdientes Geld, aber neigte zuletzt zur Blasenbildung. Klar das das einem Ende zugeht, wenn die Rezession kommt.

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