Italien-Anleihen
„Das war eine sehr starke Auktion“

Italien muss zwar höhere Zinsen als vor einem Monat bieten. Die Nachfrage legte allerdings zu. Nach der Herabstufung von spanischen Anleihen war das nicht unbedingt zu erwarten.
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Rom/FrankfurtBei einer Aufstockung von Anleihen mit Fälligkeit 2015 stieg die zu zahlende Rendite von 1,75 Prozent, die bei einer vergleichbaren Auktion Mitte September erzielt worden war, auf 2,86 Prozent. Dies geht aus Zahlen der nationalen Notenbank vom Donnerstag hervor.

Dies war vor allem auf den Anstieg der Renditen am Sekundärmarkt zurückzuführen - der Zins lag noch deutlich unter dem Niveau vom Juni, als Italien den Anlegern für ähnliche Kredite rund 5,3 Prozent zahlen musste. Zudem konnte die Regierung mit 3,75 Milliarden Euro so viel Geld wie maximal geplant einnehmen. Auch die Überzeichnung war mit dem 1,67-Fachen höher als zuletzt. „Das war eine sehr starke Auktion mit einer guten Nachfrage und einer sehr guten Prämie“, erklärte Artis Frankovics, Stratege bei Nomura in London.

Die Kurse der zehnjährigen italienischen Anleihen drehten ins Plus, so dass die Rendite auf 5,09 von 5,11 Prozent am Vorabend fiel. Am Morgen war die Rendite zeitweise noch bis auf 5,19 Prozent geklettert.

Die Versteigerungen fanden in einem denkbar ungünstigen Umfeld statt: Am späten Mittwochabend hatte die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) die Bonität Spaniens um zwei Stufen auf „BBB-“ abgestuft. Das Rating liegt damit nur noch eine Note über Ramsch-Niveau. Experten hatten befürchtet, dass sich dies negativ auf die Auktion Italiens auswirken könnte. Ein starker Zinsanstieg blieb jedoch aus. Ein Grund für die unfallfrei verlaufene Auktion könnte sein, dass Mitte Oktober starke Rückflüsse aus fälligen Papieren anstehen. Dies stützt für gewöhnlich die Nachfrage nach neuen Schuldtiteln. „Die italienische Auktion ist ziemlich gut verlaufen“, sagte ein Händler.

Der Euro und die spanischen und italienischen Anleihen haben am Donnerstag vom guten Verlauf der italienischen Anleihen-Auktion profitiert. Zudem stützte die Einschätzung, dass mit der Herabstufung der Kreditwürdigkeit Spaniens die Aussichten für einen ESM-Hilfsantrag der Regierung in Madrid gestiegen sind. Der Euro notierte mit 1,2902 Dollar wieder klar über dem New Yorker Vortagesschluss von 1,2862 Dollar, nachdem er am Morgen noch bis auf 2,2826 Dollar gerutscht war. Auch die Kurse der spanischen Anleihen grenzten ihre Verluste deutlich ein, so dass die Rendite mit 5,83 Prozent wieder fast das Vortagesniveau erreichten. Zuvor waren sie zeitweise auf 5,96 Prozent geklettert.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Italien-Anleihen: „Das war eine sehr starke Auktion“"

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  • ... :-))) !! Klasse auf den Punkt gebracht!

  • in der Essenz nur Hütchenspielertricks

    Das kapieren sogar 12-Jährige:

    http://www.youtube.com/watch?v=3wBPflMZePs

  • die Frage ist nur, wer die Käufer sind?

    Inlandbanken, die das Geld vorher von der EZB geliehen haben?

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