Jahresende am Anleihenmarkt
Geringer Umsatz begünstigt Kursausschläge

Auch wenn der Anleihenmarkt durch abgeschlossene Finanzierungen und Bilanzen um den Jahreswechsel herum eher ruhig sein sollte, drohen Schwankungen durch überraschende Konjunkturdaten.

(pga) FRANKFURT. Mit Blick auf den bevorstehenden Jahreswechsel stellen sich Investoren auf eine ruhige Woche mit weiter abnehmenden Umsätzen am Anleihemarkt ein. Die Refinanzierungsaktivitäten der großen Staaten sind für dieses Jahr weitgehend abgeschlossen, auch neue Pfandbriefe oder Unternehmensanleihen werden in diesem Jahr nicht mehr begeben. Die meisten Händler haben daher ihre Bücher für 2006 geschlossen und ziehen Bilanz.

Diese aufkommende Ruhe macht die Zinsmärkte Experten zufolge aber auch schwankungsanfällig: Die Kraft, einen neuen Trend herbeizuführen, haben nur Bewegungen, die durch positiv oder negativ überraschende Konjunkturdaten ausgelöst werden, wie dem ifo-Geschäftsklimaindex am Dienstag , der Zinsentscheidung der japanischen Notenbank oder den US-Erzeugerpreisen ebenfalls am Dienstag. Die Analysten der DZ-Bank rechnen unter dem Strich damit, dass die Anleihen in den kommenden Tagen tendenziell unter Druck bleiben werden und bis in den Beginn des kommenden Jahres mit Gegenwind zu kämpfen haben.

Zum Wochenschluss notierte die richtungweisende 10-jährige Bundesanleihe stabil bei 3,8 Prozent. Der Bund-Future als wichtigster Terminkontrakt auf länger laufende Bundesanleihen verlor 27 Ticks auf 117,33 Punkte.

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