Jüngste Kursgewinne übertrieben
Konjunktur in Europa drückt die Renditen

Nach den Kursgewinnen vom Vortag haben Anleihen in Europa und den USA Verluste einstecken müssen. In der Eurozone stieg ein Dienstleistungsindex nach einem Plus im September im Oktober erneut.

HB FRANKFURT. Ein überraschend deutlicher Rückgang beim Auftragseingang der deutschen Industrie stützte die Anleihekurse nur vorübergehend.

Zehnjährige Bundesanleihen rentierten drei Basispunkte höher bei 4,20 Prozent. Zum Jahresende sehen Analysten die Rendite der Papiere laut einer Bloomberg-Umfrage bei 4,3 Prozent. Der Terminkontrakt Bund-Future fiel 23 Basispunkte auf 113,66 Prozent.

Anleger erwarten, dass die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag ihre Bereitschaft andeuten wird, die Zinsen zu erhöhen, sobald sich die Lage am Kreditmarkt beruhigt hat.

In den USA beurteilten Investoren die jüngsten Kursgewinne bei Anleihen als übertrieben – auch nachdem Fed-Gouverneur Frederic Mishkin eine Rücknahme der Zinssenkung in Aussicht stellte, sollte diese sich als unnötig erweisen. Zudem machten höhere Inflationserwartungen festverzinsliche Papiere weniger attraktiv.

Die Rendite zehnjähriger Treasuries stieg drei Basispunkte. Am Primärmarkt platzierte Großbritannien eine 2030 fällige Anleihe. Bei einem Volumen von 2,25 Mrd. Pfund bot das Papier eine Emissionsrendite von 4,677 Prozent.

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