Kauf von Staatsanleihen
Krisenstaat Irland reizt Großinvestor

Irland gilt unter den hochverschuldeten Euroländern als Reform-Musterschüler. Eine große US-Fondsgesellschaft goutiert das mit neuen Milliarden für Dublins Staatsanleihen. Branchenkenner warnen vor gewaltigen Risiken.
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London/FrankfurtIrland erhält bei der Bewältigung seiner Krise unverhofft Hilfe aus den USA: Fondsmanager Michael Hasenstab vom amerikanischen Finanzriesen Franklin Templeton Investments hat eine Vorliebe für Staatsanleihen des Eurolands entwickelt und baut seinen Bestand konsequent aus. Für Irland scheint es ein Glücksfall zu sein, doch es gibt auch warnende Stimmen.

Wie die „Financial Times“ (FT) am Montag berichtete, hat die Fondsgesellschaft aus San Francisco im dritten Quartal ihr Engagement um ein Drittel aufgestockt auf mindestens 8,4 Milliarden Euro. Nach Berechnungen der Zeitung kontrolliert Franklin Templeton damit beinahe ein Zehntel des gesamten Marktes mit irischen Staatsanleihen.

Einige Analysten sehen Hasenstab und seine gewagte Wette auf die Erholung Irlands als treibende Kraft hinter der jüngsten Kursrallye. Die Rendite richtungsweisender Staatsanleihen mit zehnjähriger Laufzeit ist seit Ende August von 5,8 Prozent auf 4,5 Prozent geschmolzen. Das bedeutet: Das Land muss einen geringeren Risikoaufschlag für geliehenes Geld zahlen.

Allerdings profitiert Irland wie die anderen Euro-Krisenstaaten auch stark von der Ankündigung der Europäischen Zentralbank, notfalls unbegrenzt Anleihen aufzukaufen.

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Krisenstaat Irland reizt Großinvestor

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„Eine große Wette - jenseits des Nachvollziehbaren“

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  • Es dar gezockt werden! Hohe Gewinne locken.

    Und bald wird auch hier der Steuerzahler die Banken retten müssen!

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