Kein konkreter Auslöser
Anstieg der Anleiherenditen setzt sich fort

In Euroland blieben die Kurse von Staatsanleihen auch am Dienstag unter Druck. Nachdem der Terminkontrakt Bund-Future – Messlatte für die Stimmung an den europäischen Bondmärkten – schon am Vortag 0,45 Prozentpunkte verloren hatte, sank er am Dienstag um weitere 0,34 Prozentpunkte auf 121,66 Prozent.

cü/Bloomberg FRANKFURT/M. Damit liegt er zwar immer noch deutlich über seinem Stand vom Jahresanfang, aber kurzfristig sehen Analysten weitere Rückschlagsgefahr, zumal der Terminkontrakt die technische Unterstützungsmarke von 121,77 Prozent durchbrochen hat. Die nächste markante Unterstützung sieht die WGZ-Bank bei 121,28 Prozent.

Am Kassamarkt stieg die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe auf 3,33 Prozent nach 3,29 Prozent am Vortag. Einen konkreten Auslöser für die Kursverluste beziehungsweise den Renditeanstieg gab es Händlern zufolge nicht. Die privaten Ausgaben stiegen in den USA im Juni gegenüber dem Vormonat zwar um 0,8 Prozent und damit etwas stärker als erwartet. Dafür blieb aber der Deflator für den privaten Verbrauch in der Kernrate unverändert. Auf diese Inflationszahl legt die US-Notenbank Fed besonderen Wert. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Kernrate der Inflation um 1,9 Prozent und damit stärker als die prognostizierten 1,6 Prozent. Die US-Auftragseingänge erhöhten sich im Juni gegenüber Mai um ein Prozent und trafen damit die Prognosen.

US-Staatsanleihen reagierten auf die Daten kaum. Die Rendite zweijähriger Treasuries stieg bis zum Handelsschluss auf 4,05 Prozent. Zehnjährige Bonds rentierten mit 4,34 Prozent rund zwei Basispunkte über dem Stand des Vortags. Der Renditeabstand zwischen zwei- und zehnjährigen Treasuries blieb damit weiter so niedrig wie zuletzt vor vier Jahren.

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