Keine marktbewegenden Konjunkturdaten
Renditeanstieg stockt zum Wochenauftakt

Die Anleihemärkte haben sich zum Wochenauftakt auf den zuletzt gestiegenen Renditeniveaus behauptet. Zunächst belasteten zwar die höheren Kurse an den Aktienmärkten die festverzinslichen Wertpapiere, später stiegen aber auch die Kurse an den Bondmärkten etwas, entsprechend kamen die Renditen zurück.

cü FRANKFURT. Marktbewegende Konjunkturdaten gab es nicht. Die zehnjährige Bundesanleihe rentierte zum Handelsende mit 3,70 Prozent und damit über dem Niveau vom Freitag, nachdem sie zwischenzeitlich bis auf 3,71 Prozent gestiegen war. In der vergangenen Woche hat sich die Rendite um 0,09 Prozentpunkte und damit recht deutlich erhöht. Der Terminkontrakt Bund-Future lag 0,13 Prozentpunkte im Minus bei 117,62 Prozent. In den USA stieg die Rendite zehnjähriger Treasuries moderat auf 4,77 Prozent.

Angesichts der verschärften Rhetorik der Europäischen Zentralbank (EZB) mit Blick auf weitere Leitzinserhöhungen werde der Markt „jede Zahl daraufhin abklopfen, ob sie in das optimistische Bild der Währungshüter passt“, schrieb Bernd Weidensteiner, Rentenstratege bei der DZ Bank. Von daher könnte der heute anstehende – positiv erwartete – Index für Konjunkturerwartungen des Mannheimer Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) die Anleihemärkte weiter unter Druck setzen.

Am Markt für neue Staatsanleihen begab Italien eine fünfjährige Anleihe über vier Mrd. Euro und stockte den 2021 fälligen Bond um zwei Mrd. Euro auf. Die Emissionen waren gefragt. Deutschland begab am Geldmarkt eine neue sechsmonatige Bundesschatzanweisung über sechs Mrd. Euro. Dafür gaben die Banken Kaufaufträge über 13,25 Mrd. Euro ab und damit so viele wie seit Mai vergangenen Jahres nicht mehr.

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