Konjunkturaufschwung möglich
Zinsanstieg hat sich deutlich verlangsamt

Nach den starken Verlusten der vergangenen Tage stabilisierten sich die Kurse an den internationalen Anleihemärkten beim Start in die neue Woche. Die Marktteilnehmer sehen nach wie vor gute Chancen für eine Fortsetzung – möglicherweise sogar für eine Beschleunigung – des weltweiten Konjunkturaufschwungs.

FRANKFURT. Finanzminister führender Nationen hatten am Wochenende in Wien für 2006 ein globales Wachstum von 4,5 Prozent (nach 4,3 Prozent 2005) prognostiziert. Positiv wurde gewertet, dass die bislang müde Konjunktur in Europa deutlich an Fahrt zu gewinnen scheint.

Aus diesen Kommentaren wird eine zunehmende Inflationsgefahr und eine geldpolitische Straffung abgeleitet. Ein großer Teil dieser Einschätzung sei jedoch in den seit Wochen schwächeren Anleihekursen – sprich: in steigenden Renditen – eskomptiert worden, hieß es Handel. Der Juni-Bund-Future fiel vorübergehend auf ein Mehrjahrestief von 115,97, bevor er bis zum späten Abend auf 116,06 stieg, was einem Minus von zehn Basispunkten entsprach. Die sich konträr zum Kurs entwickelnde Rendite zehnjähriger Staatsanleihen wurde am sechsten Tag in Folge höher ermittelt. Sie lag am späten Abend mit 3,90 Prozent um 0,1 Prozentpunkt im Plus. Am US-Bondmarkt lag die Rendite zehnjähriger „Treasuries“ bei 4,97 zwei Basispunkte unter dem Vierjahreshoch vom vergangenen Freitag.

Am Markt für Neu-Emissionen warten Anleger auf eine Anleihe von BASF über eine Mrd. Euro mit einer Laufzeit von fünf Jahren. Zudem kündigte die Lufthansa die Begebung eines Bonds über zumindest 500 Mill. Euro an.

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