Konjunkturdaten belasten – Württembergische Hypothekenbank begibt liquiden Geldmarktbond
Renditen von US-Staatsanleihen ziehen an

Der Markt für Staatsanleihen stand gestern im Bann von zahlreichen US-Konjunkturdaten. Händler hatten sich von den Daten einen klaren Impuls für den seitwärts tendierenden Rentenmarkt erhofft. Sie wurden angesichts der widersprüchlichen Daten zunächst enttäuscht.

HB FRANKFURT/M. Die Lage änderte sich mit dem später publizierten regionalen Geschäftsklimaindex für das produzierende Gewerbe der US-Notenbank von Philadelphia, der ähnliche Aussagen lieferte wie der vorher veröffentlichte Index der Notenbank New York. Danach sind die von den Unternehmen gezahlten Preise massiv gestiegen – was bei den Rentenhändlern Inflationsängste schürte und die Kurse drückte. In den USA rentierten zehnjährige Staatsanleihen am späten Abend mit 4,22 Prozent und damit sechs Stellen höher als am Vortag.

In Europa war das Geschäft noch ruhig verlaufen. Am Abend lag die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe bei 3,12 Prozent und damit um drei Stellen über dem Vortagsstand. Der Terminkontrakt Bund-Future verlor 0,30 auf 122,86 Prozent.

„Die europäischen Anleihen sind auf dem aktuellen Niveau zu teuer“, sagte Patrick Perret-Green, Chefstratege bei Mizuho Capital Markets in London, der Nachrichtenagentur Bloomberg. Die Hypo-Vereinsbank (HVB) geht dagegen nach wie vor davon aus, dass die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen unter die psychologisch wichtige Marke von drei Prozent sinken und dort längere Zeit bleiben wird. In den nächsten Tagen sollte sich die Rendite nach Meinung der HVB aber seitwärts bewegen. Die HSH Nordbank erwartet dagegen einen Renditeanstieg bis auf 3,20 Prozent.

Am Markt für neue Staatsanleihen begab Frankreich fünfjährige Papiere über 3,7 Mrd. Euro und zwölfjährige an die Inflationsrate gekoppelte Bonds über 3,7 Mrd. Euro. Spanien platzierte eine zehnjährige Anleihe über 3,4 Mrd. Euro. Am Dienstag hatte Deutschland eine zweijährige Bundesschatzanweisung über acht Mrd. Euro begeben. Alle Emissionen kamen gut an. Insgesamt platzierten Staaten der Euro-Zone diese Woche neue Bonds über mehr als 28 Mrd. Euro und stellten damit einen wöchentlichen Emissionsrekord in diesem Jahr auf.

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