Kopplung an Euro-Zone empfohlen
Gute Chancen für inflationsgebundene Bonds

Bislang steckt der Markt für inflationsindexierte Anleihen in der Euro-Zone noch in den Kinderschuhen. Nach Ansicht von Analysten ist die Nachrage nach solchen Papieren aber riesig. Auch das deutsche Finanzministerium prüft zurzeit die Chancen für Emissionen.

HB FRANKFURT. Inflationsindexierte Anleihen sind Wertpapiere, bei denen der Nominalzins (Kupon) an die Entwicklung eines Teuerungsindex gekoppelt wird. Der Abteilungsleiter nationale und internationale Finanzmarkt- und Währungspolitik im Finanzministerium, Jörg Asmussen, hatte in der vergangenen Woche Überlegungen zu solchen Emissionen publik gemacht. Zur Zeit prüfe das Finanzministerium mit der Finanzagentur die Möglichkeiten.

„Indexierte Bundesanleihen wird der Markt sehr positiv aufnehmen“, prognostiziert Rentenmarktanalyst Kornelius Purps von der HVB Group. Der Bund hätte den Vorteil, in einem für ihn neuen Marktsegment aufzutreten, Investoren würden von einer weiteren Möglichkeit zur Diversifikation ihrer Portfolios und von einer Absicherung gegen die Inflation profitieren, glauben Analysten.

Bislang steckt der Markt für inflationsindexierte Anleihen in der Euro-Zone noch in den Kinderschuhen. Nur Frankreich ist schon seit einigen Jahren präsent, Italien ist vor kurzem mit einer Emission an den Markt herangetreten. Wie groß die Nachfrage nach solchen Papieren ist, ist Rentenanalyst Christoph Rieger von der Commerzbank zufolge an der italienischen Erstemission im September abzulesen. „Italien wollte zunächst ein fünfjähriges Papier von fünf Milliarden Euro ausgeben. Wegen hoher Nachfrage wurden aber sieben Milliarden Euro emittiert.“

Insgesamt hat der Markt in der Euro-Zone nach einer Schätzung Purps derzeit ein Volumen von rund 40 Milliarden Euro. „Der US-Markt ist etwa zehn Mal so groß“, stellt Purps fest. Der Euro-Markt für festverzinsliche Staatsanleihen ist noch um ein Vielfaches größer. „Insgesamt dürfte der Markt für normale Staatsanleihen in der Euro-Zone ein Volumen von bis zu 2,5 Billionen haben“, rechnet Purps vor. Allein die Bundesanleihen beliefen sich auf 600 Milliarden Euro, Italien und Frankreich brächten noch einmal je 500 Milliarden Euro auf die Waagschale.

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