Kräftige Abstufung
Fitch sieht Griechenland kurz vor der Pleite

Die EU-Schuldenkrise eskaliert: Irlands Anleihen gelten nur noch als „Ramsch“ - und Griechenland steht nach einer weiteren Abwertung kurz vor dem Bankrott. Den 17 Euro-Staaten scheint die Zeit davon zu laufen.
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New York/Berlin/Brüssel/DublinDie Rating-Agentur Fitch hat am Mittwoch die Kreditwürdigkeit von Griechenland erneut kräftig heruntergestuft. Die Agentur verpasste Griechenland die Note „CCC“. Dies ist mehrere Stufen unter der bisherigen Bewertung „B+“ und die schlechteste Note vor einem Zahlungsausfall. Die Herabstufung resultiere daraus, dass es bislang kein neues, komplett finanziertes und glaubwürdiges Wirtschaftsprogramm von EU und IWF gebe. Schuld sei auch der sich verschlechternde wirtschaftliche Ausblick für das Land sowie die Ungewissheit über die Beteiligung privater Gläubiger an einem zweiten Rettungspaket, erklärte Fitch.

Die Regierung Athen reagierte mit Unverständnis auf die Herabstufung. Die Eurogruppe habe vergangenen Montag beschlossen, das neue Hilfsprogramm bis zum 15. September zu schnüren und es in die Tat umzusetzen, hieß es in Athen. Man müsse sich also wundern, „warum Fitch heute diese Erklärung ausgab, obwohl das Programm der Eurozone und des IWF beschlossen und bekannt ist“, erklärte das Finanzministerium in Athen. Die Aktion von Fitch werde das Banksystem Griechenlands nicht beeinflussen. Fitch werde zudem „in der Realität eine Antwort bekommen, sobald das (Rettungs-)Programm voll und ganz in die Tat umgesetzt wird“, hieß es weiter.

Die beiden anderen Ratingagentur Standard & Poor's („CCC“) und Moody's („Caa1“) hatten schon früher ihre Noten auf ein vergleichbares Niveau reduziert. Der Eurokurs reagierte daher kaum auf die Entscheidung von Fitch und notierte mit 1,4160 US-Dollar nur knapp unter seinem Tageshöchstkurs.

In der zunehmend bedrohlichen EU-Schuldenkrise wächst aber der Druck auf Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihre europäischen Partner: Mit deutlichen Worten forderte der IWF die EU auf, den Streit um eine Beteiligung der Banken an der finanziellen Rettung Griechenlands zu beenden. Das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) beklagt den „Wankelmut der Politik“ und verlangt sogar eine Beistandsgarantie der Bundesregierung für alle Euroländer. Derweil zweifelt die Ratingagentur Moody's nun auch an der Kreditwürdigkeit Irlands und stufte die grüne Insel nach Griechenland und Portugal auf „Ramschniveau“ ab. Kritik an den bisher diskutierten Plänen zur Euro-Rettung kam von Bundesbankpräsident Jens Weidmann.

Der IWF, der an allen drei laufenden EU-Hilfsprogrammen für Griechenland, Portugal und Irland beteiligt ist, bezeichnete eine umfassende Beteiligung des privaten Sektors ausdrücklich als angebracht. Die darüber in der Öffentlichkeit geführte Debatte entwickele sich aber „zu einem ernsten Problem für die Glaubwürdigkeit des Hilfsprogramms“, stellte der IWF in einem am Mittwoch in Washington veröffentlichten Bericht fest.

Der Chef des HWWI, Thomas Straubhaar, empfahl, die bestehenden Rettungsschirme ohne Begrenzung so sehr zu vergrößern, dass es an der Hilfsbereitschaft der EU zugunsten aller Risikokandidaten keinen Zweifel gebe. „Damit die Politik nicht Getriebener der Märkte ist, muss die EU klar sagen: Weder wollen noch können wir ein Land in den Bankrott gehen lassen“, sagte er dem Bremer „Weser-Kurier“ (Donnerstagausgabe).

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  • Seit einem Jahr predige ich, sich zu organisieren und auf die Straße zu gehen! Auf mich hört auch keiner!

  • Und Sie versuchen, uns zu veräppeln, in dem Sie von den europäischen Problemen und den individuellen Beteiligungsmöglichkeiten ablenken und die Lethargie fördern, in einer "abwartend-resignativen" Grundhaltung zu verharren!

    Top-Video ansehen:

    http://www.youtube.com/user/Beobachter1927

  • Das passiert mindestens so lange nicht, bis das Rating für die BRD auf "B"-Level gefallen ist.

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