Krisenbekämpfung
IWF beschließt erste Anleihe seiner Geschichte

Zur Bekämpfung der weltweiten Finanzkrise zapt der Internationale Währungsfonds erstmals den Anleihemarkt an. Der IWF verständigte sich jetzt auf die Bedinungen für die Anleihe-Emission. Die Bonds sind Teil eines 500 Mrd. schweren Programms, mit dem arme Länder unterstützt werden sollen.

IWF zurrt Regeln für erstmalige Anleihe-Emission fest=

HB WASHINGTON. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat die Richtlinien für die erste Anleihe-Emission seiner Geschichte verabschiedet. Die Organisation begrenzt die Laufzeit der seit Monaten geplanten Bonds demnach auf eine Laufzeit von fünf Jahre. Die Zentralbanken der Käuferländer können die Wertpapiere untereinander handeln. Ein Verkauf der Anleihen an den Privatsektor ist dagegen nicht möglich. Nominiert sind die milliardenschweren Bonds, für die keine Obergrenzen festgelegt sind, in den IWF-Sonderziehungsrechten (SZR), deren Wert sich an einem Währungskorb bemisst.

China hat bereits angekündigt, IWF-Bonds im Wert von 50 Mrd. Dollar kaufen zu wollen. Russland und Brasilien wollen für je zehn Mrd. Dollar zugreifen. Die 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) hatten sich im April darauf verständigt, die Mittel des IWF für Hilfen an arme und krisengeschüttelte Länder um 500 Mrd. Dollar aufzustocken. Dazu sollen die Bonds beitragen.

Die Ausgabe von Anleihen zur Erhöhung der eigenen Mittel war schon in den 1980er Jahren einmal im Gespräch. Damals scheiterte die Idee aber an der mangelnden Unterstützung der Mitgliedsländer.

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