Krisenländerbonds gefragt Anleger gehen ins Risiko

Die Rendite deutscher Bundesanleihen verleitet nicht zu viel Optimismus. Deutlich gefragter sind Bonds aus Krisenstaaten.
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An der Frankfurter Börse werden auch Deutsche Bundesanleihen gehandelt. Quelle: dpa

An der Frankfurter Börse werden auch Deutsche Bundesanleihen gehandelt.

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FrankfurtDie Rendite zehnjähriger deutscher Bundesanleihen war am Montag mit zuletzt 1,72 Prozent kaum verändert. Der Bund-Future stieg um drei Basispunkte auf 141,69 Prozent. Die am Morgen veröffentlichten deutschen Handelsbilanzdaten fielen enttäuschend aus. Der Überschuss lag bei 13,1 Milliarden Euro gegenüber 18 Milliarden im Vormonat. Erwartet worden war ein leichter Rückgang auf 17,8 Milliarden Euro.

Am Mittag folgen Daten zur Industrieproduktion. Sie geben „Aufschluss darüber, inwieweit mit einer Wachstumsbeschleunigung im zweiten Quartal gerechnet werden kann, oder ob das Hochwasser einen spürbaren Dämpfer in der Produktion verursacht hat”, schrieben die Helaba-Analysten Ralf Umlauf und Johannes Jander in einer Markteinschätzung. „Die Auftragseingänge der Industrie mahnen zur Vorsicht. Die Bestellungen haben sich nochmals abgeschwächt, und so dürfte die Erwartung eines Produktionsminus von 0,5 Prozent realistisch sein”, hieß es darin.

Bei US-Treasuries fiel die Rendite um vier Basispunkte auf 2,70 Prozent. Auch Peripherieanleihen waren gefragter. Die Rendite zehnjähriger spanischer Bonds fiel um zwei Basispunkte auf 4,63 Prozent, entsprechende italienische Anleihen rentierten mit 4,38 Prozent vier Basispunkte tiefer. Deutschland begab sechsmonatige Schatzanweisungen im Volumen von vier Mrd. Euro. Die Durchschnittsrendite lag bei minus 0,0035 Prozent.

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