Kurse fallen zweiten Tag in Folge
Risikohunger treibt Bondrenditen

An den Anleihemärkten sind die Kurse den zweiten Tag in Folge gefallen und haben die Renditen vorangetrieben. Zum einen kehrte mangels negativer Nachrichten zu den Finanzmärkten der Risikohunger zurück, an den Börsen ging es aufwärts.

FRANKFURT. Bei US-Treasuries sei das aktuelle Renditeniveau jedoch nur angesichts einer tiefen Krise berechtigt, erklärte Glen Marci, Rentenstratege bei der DZ Bank in Frankfurt. In Europa lasteten zudem Inflationsbedenken auf den Festverzinslichen: Nachdem die Teuerung in Deutschland im November ein Rekordhoch erreicht hatte, wurden gestern die Oktober-Zahlen zum Geldmengenwachstum im Euroraum veröffentlicht – das lag so hoch wie zuletzt vor über 28 Jahren.

Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe kletterte sechs Basispunkte auf 4,09 Prozent. Der Terminkontrakt Bund-Future fiel 53

Basispunkte auf 114,55 Prozent. Zehnjährige US-Treasuries rentierten vier Basispunkte höher bei 3,98 Prozent.

Bei den Neuemissionen platzierte Deutschland fünfjährige Bundesobligationen im Volumen von fünf Mrd. Euro. Die Emissionsrendite lag bei 3,82 Prozent. Großbritannien begab ein 35-jähriges Papier über zwei Mrd. Pfund, Emissionsrendite 4,436 Prozent. Die USA kündigten zweijährigen Treasuries im Volumen von 20 Mrd. Dollar an.

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