Leitzinserhöhung
Anleihen haben nach Verlusten Kurspotenzial

Nach jüngsten Rückschlägen dürften sich die Kurse europäischer Anleihen in dieser Woche etwas erholen. Allerdings rechnen Rentenexperten angesichts der Spekulationen über eine raschere Leitzinserhöhung der Europäischen Zentralbank (EZB) nur mit einer Korrektur, nicht mit einem Trendwechsel.

cü/rez FRANKFURT. Die Konjunkturdaten dieser Woche dürften die EZB darin bestärken, den Leitzins spätestens im Juni erneut anzuheben, meinen die DZ-Bank-Strategen. Zwar bleibe die erste Schätzung der deutschen Verbraucherpreise für März im saisonalen Rahmen, doch dürfte das Preisniveau um mehr als zwei Prozent steigen. Dazu passten kräftig gestiegene Industrieaufträge in Euroland für Januar (Mittwoch). US-Daten dürften ein leichtes Aufatmen am Bondmarkt stützen. Strategen erwarten einen sinkenden Frühindikator des Conference Board (Montag) und moderat gestiegene Erzeugerpreise im Februar (Dienstag).

Zum Wochenausklang sanken die Rentenkurse. In Euroland sorgten sich Anleger über einen EZB-Zinsschritt schon im Mai. Das Marktbarometer Bund-Future verlor 0,27 Prozentpunkte auf 117,82 Prozent. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg auf 3,68 Prozent. US-Investoren nahmen Vortagesgewinne mit. Die Rendite der zehnjährigen US-Anleihe legte auf 4,67 Prozent zu.

Am Primärmarkt stehen erneut Emittenten von Jumbo-Pfandbriefen im Fokus. Allied Irish Banks, Northern Rock, Bayerische Landesbank und spanische Sparkassen unter dem Emissionshaus Intermoney haben neue Jumbos angekündigt. Am Freitag hatten elf spanische Sparkassen unter dem Dach von AyT Cédulas Cajas bereits einen 15-jährigen Jumbo über 1,5 Mrd. Euro mit einer Rendite von 4,07 Prozent – einem etwas höherem Aufschlag als angekündigt – platziert. Für den Jumbo bekamen die Konsortialführer Citigroup, Deutsche Bank und DZ Bank Kaufaufträge über 2,3 Mrd. Euro.

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