Marktbelebung durch Mega-Deals
Unternehmen begeben mehr Anleihen

Der Markt für neue Unternehmensanleihen hat sich spürbar belebt. Nach Angaben des Finanzinformationsdienstes Thomson Financial haben Firmen bislang neue Anleihen über 23,84 Mrd. Euro auf den Markt gebracht.

cü FRANKFURT. Das sind gut 30 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Seit dem Emissionsboom im Jahr 2003 war das Volumen stetig gesunken. In diesem Jahr kamen jedoch wieder einige Mega-Deals auf den Markt. So brachte Telefónica eine Anleihe in zwei Tranchen über vier Mrd. Euro auf den Markt, der britische Flughafenbetreiber BAA platzierte Bonds über 1,75 Mrd. Euro und aus dem Bereich der Schuldner mit schlechtem Rating begab der britische Chemiekonzern Ineos 1,75 Mrd. Euro und damit den größten Euro-Junk-Bond aller Zeiten.

Für die nächsten Tage haben die französische Immobiliengesellschaft Klepierre und der schwedische Papierkonzern Svenska Cellulosa Anleihen über je mindestens 500 Mill. Euro angekündigt. In den ersten acht Wochen des Jahres rückte laut Thomson Financial die Barclays Capital auf den ersten Rang der Konsortialführer vor. Die Deutsche Bank fiel von Rang eins auf den Platz sechs zurück.

Gestern machte am Primärmarkt Kommunalkredit Austria sich aufmerksam. Die Österreicher öffneten die Bücher für einen fünfjährigen Jumbo-Pfandbrief über eine Mrd. Euro, der nach Angaben der Konsortialführer BNP Paribas, Citigroup und Dresdner Kleinwort Wasserstein (DrKW) schon am Nachmittag deutlich überzeichnet war. Daneben benannte die Allianz Deutsche Bank, DrKW und UBS als Konsortialführer für ihre angekündigte Nachranganleihe über voraussichtlich eine Mrd. Euro.

Der Handel mit Staatsanleihen verlief gestern angesichts des US-Feiertags ruhig. Der Terminkontrakt Bund-Future legte 0,22 Prozentpunkte auf 120,84 Prozent zu. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe sank marginal auf 3,44 Prozent.

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