Marktberich
US-Daten zur Inflation stützen Bonds

Die überraschend deutlich gesunkenen US-Erzeugerpreise haben am gestrigen Dienstag den Anleihemärkten geholfen. Nach den Daten sanken die Bondrenditen diesseits und jenseits des Atlantiks auf ihre Tagestiefs, stiegen später jedoch wieder etwas.

cü FRANKFURT. Am späten Abend lag der Bund-Future noch 0,17 Prozentpunkte im Plus bei 118,07 Prozent, zuvor war er bis auf 118,26 Prozent gestiegen. Die Rendite der zehnjährigen US-Anleihe ging auf 4,57, die der zehnjährigen Bundesanleihe auf 3,72 Prozent zurück.

„Auf Grund der hohen Volatilität der Produzentenpreise messen wir dem Rückgang kein zu großes Gewicht bei“, erklärte Matthias Huth, Volkswirt bei der Landesbank Baden-Württemberg. Dies gelte besonders für die Zinspolitik der US-Notenbank, für die die US-Verbraucherpreise am Donnerstag entscheidender seien. Der Rückgang des ZEW-Index hatte die Märkte kaum gestützt.

Die Hypothekenbank in Essen platzierte einen Jumbo mit einer sieben- und einer zehnjährigen Tranche über je eine Mrd. Euro. Sie platzierte die Tranchen zwar zu niedrigen Renditeaufschlägen, aber die Nachfrage vor allem nach der zehnjährigen Tranche war gering. Die Bank erklärte dies mit den gesunkenen Renditen der Staatsanleihen. Sie hat zuletzt aber häufig den Markt angezapft, womit die Kreditlinien einiger Investoren gesättigt sein dürfen.

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