Marktbericht
Konjunkturdaten stützen Anleihen-Kurse

Schlechte Konjunkturdaten aus Europa und weltweit sinkende Aktienkurse haben am Dienstag an den Anleihemärkten für Kursgewinne und entsprechend sinkende Renditen gesorgt. Im Euroraum ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im vierten Quartal gegenüber dem dritten Quartal laut revidierten Daten um 1,6 Prozent gesunken, so stark wie seit 13 Jahren nicht mehr.

FRANKFURT. Erstmals seit Beginn der Datenerhebungen ist das BIP auch auf Jahressicht geschrumpft. Zehnjährige Bundesanleihen rentierten zwei Basispunkte niedriger bei 3,19 Prozent. Für den Terminkontrakt Bund-Future ging es elf Basispunkte aufwärts auf 122,34 Prozent.

In den USA sank die Rendite zehnjähriger Treasuries vier Basispunkte auf 2,89 Prozent. Hier machte sich auch bemerkbar, dass das Anleihekaufprogramm der Federal Reserve Bank langsam an Fahrt gewinnt. Ökonomen rechnen laut einer Bloomberg-Umfrage damit, dass die Rendite der zehnjährigen Treasuries bis Ende Juni auf 2,6 Prozent sinkt.

Am Primärmarkt platzierte Großbritannien eine zehnjährige Anleihe im Volumen von drei Mrd. Pfund. Österreich begab ein zehnjähriges Papier über 880 Mio. Euro sowie ein 2037 fälliges Papier, Volumen 550 Mio. Euro. Für den Abend hatten die USA zehnjährige inflationsgeschützte Anleihen, sogenannte TIPS, im Volumen von sechs Mrd. Dollar angekündigt.

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