Marktbericht
Konjunkturdaten treiben Anleihekurse

Ein überraschend deutlicher Rückgang der Erzeugerpreise in Europa hat europäischen Anleihen am Dienstag deutliche Kursgewinne beschert. Das Monatsminus von 0,8 Prozent bei den Produzentenpreisen ist das stärkste seit 22 Jahren.

FRANKFURT.Marktteilnehmer werten dies als weiteres Indiz für eine schwächere Inflation und rechnen mit einer Zinssenkung durch die Europäische Zentralbank am Donnerstag. Zehnjährige Bundesanleihen rentierten sieben Basispunkte niedriger bei 3,09 Prozent und damit nur noch neun Punkte über dem tiefsten Stand seit Beginn der Datenerhebung 1989. Anleihespezialist Michiel de Bruin von F&C in Amsterdam sieht die Rendite in den kommenden Wochen unter drei Prozent absinken.

US-Staatsanleihen notierten kaum verändert. Die Rendite der zehnjährigen Treasuries lag einen Basispunkt im Plus bei 2,74 Prozent. Marktteilnehmer kamen zu dem Schluss, dass die Kursrally der vergangenen Tage übertrieben gewesen sei. Die starke Nachfrage nach Treasuries werde die Renditen jedoch die ganze Woche nahe der am Montag markierten Rekordtiefs halten, sagte ein Händler.

Am Primärmarkt platziert die Europäische Union laut Bankenkreisen ein dreijähriges Papier im Volumen von zwei Mrd. Euro. Großbritannien beschaffte sich 2,25 Mrd. Pfund mit einer 2049 fälligen Anleihe.

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