Marktbericht
Konjunkturflaute stützt die Anleihenkurse

Die Aussichten auf eine weiter anhaltende Konjunkturflaute haben die Anleihekurse in Europa und den USA am Dienstag beflügelt. Dementsprechend sanken die Renditen. In Europa deuteten die schwachen Quartalszahlen von Philips auf eine weiterhin geringe Nachfrage im Konsumsektor hin.

FRANKFURT. Die Aussichten auf eine weiter anhaltende Konjunkturflaute haben die Anleihekurse in Europa und den USA gestern beflügelt. Dementsprechend sanken die Renditen. In Europa deuteten die schwachen Quartalszahlen von Philips auf eine weiterhin geringe Nachfrage im Konsumsektor hin, aus den USA brachte ein überraschend deutlicher Rückgang beim Einzelhandelsumsatz für März ähnliche Signale. Außerdem signalisierte EZB-Ratsmitglied Athanasios Orphanides die Bereitschaft der Europäischen Zentralbank, die Zinsen über den Mai hinaus zu senken, um Deflationsrisiken in der Eurozone zu dämpfen.

Erhöht wurde die Attraktivität der Staatsbonds zusätzlich durch eine Warnung der Ratingagentur Standard & Poor's vor steigenden Ausfallraten bei europäischen Unternehmensanleihen. Die hohe Zahl der fremdfinanzierten Buyouts werde die Ausfälle nach oben treiben, erklärte S&P. Zehnjährige Bundesanleihen rentierten sechs Basispunkte niedriger mit 3,19 Prozent. Für den Terminkontrakt Bund-Future ging es 58 Basispunkte aufwärts auf 122,40 Prozent. Bei 2,82 Prozent lag die Rendite der zehnjährigen Treasuries drei Basispunkte unter dem Vortageswert.

Am Primärmarkt kamen die Niederlande mit einer zehnjährigen Anleihe auf den Markt. Das Volumen der Emission lag bei 2,025 Mrd. Euro.

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