Marktbericht
Starker Euro stützt die Anleihemärkte

An den Anleihemärkten spekulieren Händler und Investoren darüber, inwieweit die Stärke des Euro zum Dollar die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank verändert. Nachdem der europäische Anleihemarkt vom Sprung des Euro-Kurses über die Marke von 1,30 US-Dollar profitiert hat, hoffen viele Marktteilnehmer laut DZ Bank nun auf ein baldiges Ende des Zinserhöhungszyklusses.

rez FRANKFURT. Hintergrund: Ein starker Euro senkt die Kosten für Importe, was den Inflationsdruck verringert. Ein weiterer EZB-Zinsschritt im Dezember auf 3,5 Prozent gilt jedoch als sicher. Für eine weitere Kurserholung bei Anleihen sehen die Experten nur noch wenig Luft. Neue Daten über US-Immobilienverkäufe dürften Mitte der Woche weiteren Aufschluss über den Grad der Abkühlung des Marktes geben. Bestätigten sich die Anzeichen für eine stärkere Abschwächung, stützte dies die US-Bondkurse.

Das Stimmungsbarometer am Rentenmarkt, der Euro-Bund-Future, kletterte am Freitag um 0,4 Prozentpunkte auf 118,42 Prozent. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe sank leicht auf 3,67 Prozent. Auch am US-Anleihemarkt stiegen die Kurse der Staatsanleihen überraschend. Händler führten diese untypische Marktreaktion auf einen sich abschwächenden US-Dollar auf Käufe professioneller Anleger zu Absicherungszwecken zurück. Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe gab auf 4,5 Prozent nach.

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