Maschinenbauer
Voith begibt Bond

Das schwäbische Familienunternehmen Voith begibt eine Anleihe. Die Emission des Maschinenbauers richtet sich auch an Privatanleger.

cü DÜSSELDORF. Die Anleihe über 300 Mill. Euro ist in einzelne Stücke von 1000 Euro eingeteilt und wird in den nächsten Tagen an der Börse eingeführt. Die Anleihe wird in zehn Jahren fällig und hat einen im aktuellen Umfeld attraktiven Kupon von 5,375 Prozent. Sie wurde zum Ausgabekurs von 99,433 Prozent begeben, aus dem sich eine Emissionsrendite von 5,45 Prozent errechnet.

Bei institutionellen Investoren, bei denen der Bond zunächst platziert wurde, kam die Emission gut an und war leicht überzeichnet. Ursprünglich sei man nicht sicher gewesen, ob die zehnjährige Laufzeit bei Anlegern so gefragt sei, letztlich sei aber alles sehr gut gelaufen, hieß es bei den Konsortialbanken Deutsche Bank und Commerzbank. Das Umfeld für Anleihen ist aktuell schwierig, die Kurse von Staatsanleihen sind in den vergangenen Wochen erneut stark gefallen und entsprechend die Renditen gestiegen. Das schlug sich auch auf Unternehmensanleihen nieder, deren Renditen allerdings weit weniger stark anzogen als die von Staatsbonds.

Die neue Voith-Anleihe bietet Anlegern derzeit immerhin 0,80 Prozentpunkte mehr Rendite als eine deutsche Bundesanleihe und damit etwas mehr als andere Unternehmensanleihen mit gleichem Rating. Die Kreditwürdigkeit von Voith stuft die Ratingagentur Moody's mit der Note "Baa1" ein, was einer mittleren Bonität entspricht. Der Ratingausblick ist stabil. Voith ist ein seltener Gast am Anleihemarkt und hat nur zwei Bonds ausstehen. Die letzte Anleihe begab das Unternehmen im Jahr 2001.

In den vergangenen Wochen haben viele Unternehmen den Anleihemarkt angezapft. So platzierte in dieser Woche unter anderem der Versorger Enel einen Bond über knapp fünf Mrd. Euro, der in mehrere Tranchen in Euro und Pfund Sterling aufgeteilt war. Dies war die größte Emission eines europäischen Unternehmens seit anderthalb Jahren. Damals hatte der spanische Telefonkonzern Telefonica eine Anleihe über 5,8 Mrd. Euro begeben. Daneben platzierten in dieser Woche auch British Telecom und der französische Zementhersteller Lafarge neue Anleihen. Diese Bonds haben allerdings eine Mindeststückelung von 50 000 Euro und sind von daher für Privatanleger nicht geeignet.

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