Merckle-Krise
Moody's prüft Herabstufung von Heidelcement

Die Finanzprobleme des Mehrheitsaktionärs Adolf Merckle ziehen auch Heidelberg-Cement in Mitleidenschaft. Die finanzielle Flexibilität des MDax-Konzerns könnte eingeschränkt werden, fürchtet Moody's. Jetzt ist das Rating in Gefahr.

HB FRANKFURT. Die Ratingagentur Moody's prüft das Corporate-Family-Rating der Heidelberg AG-Cement auf eine mögliche Herabstufung. Hintergrund sei der gestiegene Druck von Seiten der Banken auf die Gesellschaft des Mehrheitsaktionärs Adolf Merckle hinsichtlich seiner Finanzierungsvereinbarungen, teilte Moody's am Mittwoch mit.

Obwohl die Finanzierung der Merckle und die von Heidelberg-Cement getrennt voneinander zu betrachten seien und in keiner direkten Verbindung stehen, sei die Verschuldung der Merckle-Gruppe bei der Einstufung des Heidelberger Zementherstellers immer miteinbezogen worden, fügte Moody's hinzu. Die Prüfung des Ratings reflektiere daher den möglichen Druck auf den Mehrheitsaktionär sowie die ungewissen finanziellen Verpflichtungen. Dadurch könne indirekt die finanzielle Flexibilität des MDax-Konzerns eingeschränkt werden.

Moody's geht davon aus, dass die Möglichkeit von HeidelbergCement derzeit begrenzt ist, den Mehrheitsaktionär - ausgenommen von Dividendenzahlungen - finanziell zu unterstützen.

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