Mexiko
Neues Rating, neue Schulden

Mexikos Rating wurde von Moody's deutlich angehoben. Damit spielt das Schwellenland in einer neuen Liga. Mit der verbesserten Kreditwürdigkeit soll auch prompt der Geldmarkt angezapft werden – und zwar auf Rekordniveau.
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Unter den lateinamerikanischen Ländern ist Mexiko dieses Jahr der größte Emittent von Auslandsanleihen. Nachdem die Ratingagentur Moody's die Kreditwürdigkeit Mexikos auf ein nie dagewesenes Niveau angehoben hat, soll nun der ausländische Kapitalmarkt verstärkt angezapft werden.

Der stellvertretende Finanzminister Fernando Aportela kündigte an, Mexiko werde dieses Jahr wahrscheinlich zehnjährige Staatspapiere in Dollar oder Euro an den Markt bringen. Eine Woche zuvor hatte Moody's die Bonitätsnote Mexikos von „Baa1“ um eine Stufe auf „A3“ angehoben, die siebtniedrigste Note der Kategorie Investment-Grade.

Die Rendite der in Dollar gezeichneten Mexiko-Bonds mit Fälligkeit 2023 sank seit der Höherstufung um 21 Basispunkte auf 3,88 Prozent. Das war das Doppelte des durchschnittlichen Renditerutsches für Schwellenländeranleihen der Kategorie Investment-Grade, wie Daten von Bloomberg zeigen.

Mexiko hat dieses Jahr bereits 4 Milliarden Dollar im Ausland aufgenommen. Das Land möchte von der wachsenden Nachfrage nach seinen Anleihen profitieren. Moody's begründete seine Höherstufung mit Neuerungen wie dem Aufbrechen 75 Jahre währenden Monopols bei der Ölförderung, wodurch das Wirtschaftswachstum angekurbelt werde.

„Mexiko ist eine großartige Geschichte, daher können sie so ziemlich alles was sie wollen in jeder beliebigen Währung emittieren“, sagt Edwin Gutierrez, Vermögensverwalter bei Aberdeen Asset Management in London. „Die Höherstufung hat eindeutig geholfen. Wenn jemand den Sprung in eine neue Buchstabenklasse schafft, spielt das eine Rolle, und wir sehen als Folge davon umfangreiche Käufe.“

Kommentare zu " Mexiko: Neues Rating, neue Schulden"

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  • Viva la México!!!

    ... weiter machen :)

    Das BIP muss noch deutlich erhöht werden aber das haben die Leute
    dort offensichtlich erkannt.

    In diesem Land ist das zwar sone Sache mit der Schattenwirtschaft
    aber auch das wird schon noch werden in Zukunft.

    Sie sollten aber vielleicht auch ein paar Papiere in
    Mexikanischen Pesos emittieren um ihre Währung zu stärken.

    Und wer weiss ob wir da nicht auch bald eine grössere UNASUR
    sehen werden die analog zur Euro-Zone auch eine gemeinsame
    Wirtschafts- und Währungs-gemeinschaft bildet.

    Ich denke es wäre besser sie würden die Mercosur und die Anden-
    gemeinschaft zB. in der UNASUR fusionieren lassen.

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