Mexiko
Neues Rating, neue Schulden

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Parlament genehmigt Neuverschuldung von 10 Milliarden Dollar

Mexiko hatte am 9. Januar Dollar-Bonds im Volumen von 1,5 Milliarden Dollar mit Laufzeit bis 2045 an den Markt gebracht. Darüber hinaus wurden weitere 1,5 Milliarden Dollar im Austausch gegen ältere Papiere mit Fälligkeiten zwischen 2026 und 2040 aufgelegt. Außerdem hatte Mexiko für eine Milliarde Dollar Bonds mit Fälligkeit 2012 am Markt untergebracht. Nun werde Mexiko dieses Jahr keine Papiere mehr mit Fälligkeit 2045 emittieren, sagte Aportela im Telefon-Interview mit Bloomberg News.

Die Rendite der 2045 fälligen Bonds ist seit der Rating- Höherstufung um 14 Basispunkte auf 5,35 Prozent gesunken, zeigen Daten von Bloomberg.

„Was wir noch abdecken müssen, sind kürzer laufende Bonds, vor allem zehnjährige Anleihen“, sagte Aportela. „Es gibt mehr Nachfrage nach Papieren mit zehnjähriger Laufzeit als für solche mit dreißigjähriger.“

Das mexikanische Parlament hat für dieses Jahr eine Erhöhung der Nettoverschuldung im Ausland um bis zu 10 Milliarden Dollar genehmigt. Präsident Enrique Pena Nieto erhöht die Ausgaben, um zur Konjunkturbelebung beizutragen. Nach Schätzungen des Finanzministeriums ist die mexikanische Volkswirtschaft 2013 um 1,3 Prozent gewachsen. Das wäre die geringste Expansionsrate seit 2009. Das Haushaltsdefizit dürfte sich dieses Jahr auf 1,5 Prozent vom Bruttoinlandsprodukt erhöhen, nach 0,3 Prozent 2013. Damit zeichnet sich das größte Haushaltsdefizit seit 2010 ab.

Die Rating-Höherstufung durch Moody's erlaube Mexiko, auch Investoren anzusprechen, deren Anlagevorschriften vorsehen, dass sie nur in Anleihen der Rating-Stufe „A“ investieren dürfen, sagt Robert Abad, Vermögensverwalter bei Western Asset Management in Pasadena, Kalifornien.

„Viele Investoren, darunter Pensionsfonds weltweit, unterliegen Beschränkungen bei dem, was sie kaufen dürfen“, führt Abad aus. „Mexikos 'A'-Status eröffnet die Möglichkeit, neue Investoren anzuzapfen, die die Diversifizierungsmöglichkeit in dem zunehmend kleiner werdenden Feld der 'A'-Emittenten nutzen könnten.“

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  • Viva la México!!!

    ... weiter machen :)

    Das BIP muss noch deutlich erhöht werden aber das haben die Leute
    dort offensichtlich erkannt.

    In diesem Land ist das zwar sone Sache mit der Schattenwirtschaft
    aber auch das wird schon noch werden in Zukunft.

    Sie sollten aber vielleicht auch ein paar Papiere in
    Mexikanischen Pesos emittieren um ihre Währung zu stärken.

    Und wer weiss ob wir da nicht auch bald eine grössere UNASUR
    sehen werden die analog zur Euro-Zone auch eine gemeinsame
    Wirtschafts- und Währungs-gemeinschaft bildet.

    Ich denke es wäre besser sie würden die Mercosur und die Anden-
    gemeinschaft zB. in der UNASUR fusionieren lassen.

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