Milliarden-Emission
Investoren halten Italien die Treue

Italien zählt noch nicht zum Kreis der europäischen Krisenstaaten. Das ist dsa Fazit einer milliardenschweren Anleiheemission des Landes. Italien brachte Papiere im Wert von fast sieben Milliarden Euro am Markt unter. Die Anleihekurse reagierten allerdings negativ auf die Platzierung.
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HB FRANKFURT. Die Auktion italienischer Anleihen ist am Montag am Rentenmarkt nicht gut aufgenommen worden. Die Kurse der italienischen Anleihen beschleunigten nach der Versteigerung ihre Talfahrt, so dass der Risikoaufschlag für die Papiere auf ein Rekordhoch von 185 Basispunkte kletterte. Auch der Euro nahm seinen Abwärtstrend wieder auf und rutschte unter 1,32 Dollar, nachdem er kurz zuvor noch knapp darüber notiert hatte.

Analysten waren trotz der ersten Enttäuschung an den Märkten erleichtert. Unicredit-Renten-Analyst Kornelius Purps sagte, Italien habe immerhin 6,8 Milliarden Euro am Markt unterbringen können. Das zeige, dass sich die Investoren nicht von Italien abwendeten. "Die Befürchtungen haben sich nicht bestätigt", erklärte Purps. WestLB-Rentenstratege Michael Leister schlug in dieselbe Kerbe: Die Auktion zeige, dass es noch robuste Nachfrage nach italienischen Staatspapieren gibt.

Italien hatte Papiere mit verschiedenen Laufzeiten von drei bis elf Jahren angeboten. Die Überzeichnung lag bei höchstens 1,38. Die zehnjährigen italienischen Staatsanleihen fielen um bis zu 64 Ticks auf 93,97 Punkte, so dass die Rendite auf 4,54 (Freitag 4,46) Prozent stieg. Auch der BTP-Future fiel um 31 Ticks auf 106,44 Punkte. Der Bund-Future machte seine Verluste von in der Spitze 66 Ticks wett und notierte unverändert.

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