Milliardenanleihe
Griechenland leiht sich kurzfristig Geld

Das hoch verschuldete Griechenland hat eine neue Anleihe aufgenommen, um Löcher im Haushalt zu stopfen. Der Zinssatz bleibt unverändert.
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AthenGriechenland hat sich kurzfristig 1,6 Milliarden Euro am Geldmarkt besorgt. Damit will das verschuldete Land weitere Löcher in seinem Haushalt stopfen. Der Zinssatz für die Papiere liegt bei 4,15 Prozent und damit unverändert gegenüber vergleichbaren Titeln des Vormonats, wie die griechische Schuldenagentur PDMA am Dienstag mitteilte.

Die Kontroll-Troika von EU-Kommission, Internationalem Währungsfonds (IWF) und Europäischer Zentralbank (EZB) will an diesem Mittwoch ihre Arbeit in Athen wieder aufnehmen. Ein Bericht soll im Januar abgeschlossen werden.

Noch haben die Vertreter der Geldgeber kein grünes Licht für den - vom Parlament schon gebilligten - Haushalt 2014 und die nächste Hilfstranche in Höhe von einer Milliarde Euro gegeben. Die Troika fordert unter anderem weitere Privatisierungen in der Rüstungsindustrie. Die wirtschaftliche Lage des Landes ist desolat: Griechenland kämpft gegen eine Rekordarbeitslosigkeit und gerät immer tiefer in die lähmende Deflation, wie am Montag aus Daten der Statistikbehörde Elstat hervorging.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • O-Ton Handelsblatt
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    Griechenland hat sich kurzfristig 1,6 Milliarden Euro am Geldmarkt besorgt. Damit will das verschuldete Land weitere Löcher in seinem Haushalt stopfen.
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    Seit Monaten leiert die Handelsblattredaktion den gleichen Unsinn 'raus:

    Bei jeder Schatzbriefbegabe wird behauptet, sie diene dazu "Löcher in seinem Haushalt [zu] stopfen".

    Tatsächlich werden die Erlöse aber dazu verwendet, um auslaufende Schatzbriefe abzulösen.

    So wird der Erlös der jetzt begebenen Schatzbriefe dazu, die 2 Milliarden aufzubringen um die am 11. Juni ausgegeben sechsmonatigen Schatzbriefe zurückzuzahlen.

    http://www.minfin.gr/portal/en/resource/section/t_bill_26

    Da man diesmal nur 1,625 Mrd eingenommen hat, müssen die fehlenden 375 Milliarden anderweitig beschafft werden.

    Der Umfang der ausstehenden Schatzbriefe ist in den letzen Jahren nahezu gleich geblieben bei etwa 13 Milliarden.

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