Mittel zur Umschuldung
RWE begibt Milliardenanleihe

Der Essener Energiekonzern RWE hat am Freitag wie angekündigt eine Milliarden-Anleihe begeben. Mit dieser Umschuldungsmaßnahme soll eine Zwischenfinanzierung beim Erwerb der Tochter American Water Works abgelöst werden.

Reuters DÜSSELDORF. Die Anleihe über 1,2 Mrd. € mit Fälligkeit am 23. Juli 2018 sei mit einem Kupon von 5,125 % ausgestattet, teilten die bei der Emission Feder führenden Banken am Freitag in London mit. Der Renditevorsprung (Spread) liege wie angestrebt 72 Basispunkte über Swapmitte. Der Reoffer-Preis betrage 99,717 %. Die Swapmitte für 15-jährige Restlaufzeiten lag am Freitagmittag bei rund 4,44 %. Leads sind Citigroup , Credit Suisse First Boston (CSFB) und Deutsche Bank .

RWE hatte die Übernahme des US-Wasserversorgers American Water Works im Januar 2003 abgeschlossen. Der Unternehmenswert (Kaufpreis plus übernommene Schulden) betrug 8,6 Mrd. Dollar. Die Anleihe bedeute keine Erhöhung der Nettoverschuldung von RWE, hatte ein RWE-Sprecher am Donnerstag erklärt. Man wolle damit das derzeit niedrige Zinsniveau ausnutzen. RWE-Chef Harry Roels hatte erst vor zwei Wochen das Ziel bekräftigt, die Nettoverschuldung von Deutschlands zweitgrößtem Versorger kräftig zu verringern. RWE erwartet nach früheren Angaben, dass die Verschuldung in diesem Sommer einen Spitzenwert von 25 Mrd. € erreichen wird. Bis zum Jahresende solle sie unter der Voraussetzung eines weiter starken Euro auf 23 Mrd. € gesenkt werden.

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