Mittelstandsanleihen
Warum die Bafin jetzt die Banken befragt

Mit dem Lebensmittelhersteller Zamek hat am Dienstag der 14. mittelständische Anleiheemittent Insolvenz angemeldet. Nun interessiert sich such die Bafin für Minibonds – und hakt bei emissionsbegleitenden Banken nach.
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DüsseldorfDie Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) hat den Markt für Zinspapiere mittelständischer Unternehmen im Visier. Wie die Wirtschaftswoche berichtet, befragt die Behörde derzeit die Banken über ihre Emissionstätigkeit (Ausgabe von Wertpapieren und deren Platzierung) bei den Minibonds.

Grund sind offenbar sich häufende Insolvenzen in dem bei Privatanlegern beliebten Börsensegment. Zwar gibt es mit dem Suppenwürfelhersteller Zamek aus Düsseldorf in diesem Jahr erst die erste Insolvenz – aber schon die 14. seit dem Start der Minibonds vor knapp vier Jahren. Als gefährdet gilt auch der Maschinenbauer Rena, der jüngst eine Tochter in die Insolvenz schickte und dem die Ratingagentur Euler Hermes geringe Zukunftsaussichten bescheinigte.

Laut Wirtschaftswoche sind die Banken über das plötzliche Interesse der Aufseher beunruhigt. Beobachter erwarten, dass sich die BaFin im nächsten Schritt etwa für Discountplatzierungen interessieren könnte. Großanlegern sollen bei einigen Emissionen vorab Papiere zu Preisen unter dem Nennwert angeboten worden sein. Sobald die Nachfrage von Privatanlegern anzog, konnten sie die günstig erhaltenen Bonds mit Gewinn verkaufen. Bei den üppigen Emissionsgebühren, die Banken verdienten, blieb für die Rabatte genug Spielraum.

Dass die Ausgabe und im Nachgang dazu auch der Vertrieb von Mittelstandsanleihen für die emissionsbegleitenden Banken ein lukratives Geschäft ist, sagt auch Dirk Elberskirch, Vorstand der Düsseldorfer Börse. Für den Vertrieb der Minibonds kassierten die Emissionsbegleiter bis zu zwei Prozent Provision.

Kommentare zu " Mittelstandsanleihen: Warum die Bafin jetzt die Banken befragt "

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  • Ein Vorschlag zur Güte!

    Der Bundesfinanzminister sollte noch einmal die Aufgabe der BaFin klar definieren.

    Das was von dort kommt, ist haarsträubend.

    Auch in Sachen Parteinahme für Versicherungen sollte einer kritischen Prüfung unterzogen werden.

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