Mittelstandsanleihen
Windreich schreckt Anleger auf

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Windreich. Der Verdacht: Bilanzmanipulation. Die Kurse der Anleihen stürzen ab. Der Fall wirft ein Schlaglicht auf den noch jungen Markt für Mittelstandsanleihen.
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DüsseldorfMittelstand – das klingt nach etwas Solidem, beruht doch die Stärke der deutschen Wirtschaft auf dem Mittelstand. Was kann da schon schiefgehen? So dachten viele Anleger und investierten in Mittelstandsanleihen. Doch ganz so sicher wie gedacht ist die Anlage möglicherweise nicht, wie nun der Fall Windreich zeigt. Die Geschäftsräume des Unternehmens wurden am Dienstag vom Landeskriminalamt untersucht. Der Verdacht: Bilanzmanipulation.

Das Unternehmen kündigte an, „vollumfänglich“ mit der Staatsanwaltschaft kooperieren zu wollen. „Die Anschuldigungen werden sich als haltlos erweisen.“ Der Windpark-Entwickler wurde 1999 von von Firmenchef Willi Balz gegründet. Das Unternehmen plant, baut, finanziert, besitzt und vertreibt Windkraftanlagen an Land und auf hoher See. Nach eigenen Angaben ist die Firma der größte deutsche Planer von Windparks in der Nordsee.

Die Kurse zweier Anleihen, die Windreich begeben hatte, sind in den vergangenen beiden Tage abgestürzt. Sie notieren an der Börse unter 30 Prozent des Nennwerts. Dies wirft auch ein Schlaglicht auf den noch jungen Markt für Mittelstandsanleihen. „Grundsätzlich zeigt der Fall erneut, wie vorsichtig Anleger in diesem Segment sein müssen. Anleger sollten sich also davor hüten, sich ausschließlich von den vermeintlich hohen Renditen locken zu lassen“, sagt Jürgen Kurz von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW).

Im Jahr 2010 führte die Stuttgarter Börse das Mittelstandssegment „BondM“ ein, sozusagen eine Vertriebsplattform für Mittelstandsanleihen. Das Angebot zielte auf Kleinanleger. Sie konnten die Anleihen – anders als bei den Papieren der meisten Großkonzerne – schon in kleinen Stückelungen kaufen. Andere Börsen zogen mit entsprechenden Plattformen nach. Inzwischen werden Anleihen von Mittelständlern in Frankfurt, München, Düsseldorf, Hamburg und Hannover gehandelt.

Die Nachfrage nach den Mittelstandsanleihen war von Beginn an groß – sowohl bei den Unternehmen, als auch bei den Anlegern. In den vergangenen drei Jahren gaben Unternehmen, die an den Mittelstandssegmenten deutscher Börsen gelistet sind, laut Informationen des Handelsblatts insgesamt 66 Anleihen in einer Höhe von über drei Milliarden Euro heraus, darunter bekannte Namen wie Berentzen, Katjes oder Valensina.

Auf den ersten Blick ist es ein gutes Geschäft für beide Seiten: Die Unternehmen kommen oftmals günstiger an Geld, als bei der Bank, die Anleger dürfen auf ordentliche Renditen hoffen. Im Vergleich zu zehnjährigen Bundesanleihen, die gerade einmal 1,5 Prozent abwerfen, sehen die sechs bis acht Prozent, die es für die meisten Mittelstandsanleihen gibt, verlockend aus.

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Hoher Verschuldungsgrad

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  • Ich sage nur: Anleihen, der später Insolvenz gegangenen Pfleiderer aus Neumarkt!

  • Die Erneuerbare Energiebranche konnte nur auf Grund des politischen Erneuerbaren Energie Gesetz als Abzocker bei uns Stromendkunden und dem Energiemarkt auftretten.
    Das EEG schadet nicht nur uns Stromendkunden, sondern eben auch der ganzen Volkswirtschaft. Diese Mittelstandsanleihen sollten OHNE die Erneuerbaren Energiebranche auskommen, dann sind BondM-Anleihen eine Gute Sache.

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