Moody's
Brasilien muss Reformen angehen

Brasilien droht der Entzug der aktuellen Kreditwürdigkeit. Die Ratingagentur Moody's mahnt die Regierung an, Reformen durchzuführen. Die Staatsausgaben müssten gekürzt werden.
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Rio de JaneiroBrasilien muss der Ratingagentur Moody's zufolge Reformen angehen, um seine aktuelle Kreditwürdigkeit auch 2015 zu sichern. Die zweitgrößte Volkswirtschaft Lateinamerikas müsse das Vertrauen der Finanzmärkte in das Land wieder herstellen und den Schuldenabbau vorantreiben, sagte der zuständige Moody's-Analyst Mauro Leos in einem am Montag veröffentlichten Interview der Nachrichtenagentur Reuters.

Das gegenwärtige Moody's-Rating für das Schwellenland von Baa2 und der stabile Ausblick basiere auf der Annahme, „dass sich im nächsten Jahr etwas ändern wird“, sagte Leos. „Die Balance zwischen negativen und positiven Faktoren, die den Ausblick derzeit stabil hält, könnte kippen - ja nachdem, was im kommenden Jahr passiert.“

Die brasilianische Regierung hatte in der vergangenen Woche für 2014 einen Primärüberschuss - also ohne Einrechnung von Zins- und Sonderkosten - von 1,9 Prozent in Aussicht gestellt. Viele Investoren bezweifeln aber, dass es Präsidentin Dilma Rousseff gelingen wird, die Ausgaben zu kürzen. Schließlich strebt sie im Oktober diesen Jahres ihre Wiederwahl an.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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