Moody's
Commerzbank droht schlechteres Rating

Am Montag hatte Moody's angekündigt, die Ratings staatlich gestützter Banken zu überprüfen. Nun äußerte sich die Ratingagantur zur Commerzbank. Es droht eine Herabstufung.
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FrankfurtMoody's fürchtet um die dauerhafte staatliche Unterstützung für die Commerzbank. Die Ratingagentur werde ihre Bonitätsnoten für die mit mehr als 18 Milliarden Euro vom Staat gestützte Frankfurter Bank in den nächsten Wochen auf eine Herabstufung überprüfen, teilte die Agentur mit.

Ihr „Aa3“-Rating für die vorrangig besicherten Verbindlichkeiten würde aber maximal um zwei Stufen gesenkt. Moody's gehört zu den drei weltweit wichtigsten Ratingagenturen, neben Standard & Poor's und Fitch.

Hintergrund für die Überprüfung ist die Befürchtung von Moody's, dass die Politik in einer nächsten Finanzkrise die Banken nicht mehr im gleichen Maße unterstützen dürfte als zuletzt. Viele Staaten versuchen stattdessen, die Gläubiger bei Bankenpleiten künftig stärker in die Verantwortung zu nehmen.

Von der Überprüfung betroffen sind allein 17 deutsche Banken mit nachrangigen Verbindlichkeiten - darunter die Landesbanken, aber auch andere systemrelevante Institute -, in Österreich sind es neun. Die Bonitätsnoten für Landesbanken liegen mehrere Ratingstufen über deren eigentlicher Kreditwürdigkeit. Bei der Commerzbank etwa beträgt die Differenz zum Finanzstärkeratings (BFSR) wegen der massiven Staatshilfen vier Stufen.

Das Finanzstärkerating für den Immobilienfinanzierer Eurohypo hat Moody's bereits auf „D-“ von „D“ gesenkt, der Ausblick ist erneut negativ. Grund dafür seien das schwache Abschneiden der Commerzbank-Tochter und die Qualität des Portfolios, die sich noch stärker verschlechtere als erwartet.

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