MS Deutschland
Auf „Traumschiff“ lasten 60 Millionen Schulden

Auf der MS „Deutschland“ hat das ZDF immer wieder für die Reihe „Das Traumschiff“ gedreht. Mittlerweile ist das Kreuzfahrtschiff schwer verschuldet. Das Amtsgericht hat das Insolvenzverfahren für die Reederei eröffnet.
  • 0

Eutin/NeustadtAuf der als ZDF-„Traumschiff“ bekannten MS „Deutschland“ lasten inzwischen 60 Millionen Euro Schulden. Das teilte der Sprecher des Insolvenzverwalters am Freitag in Kiel mit. Das Insolvenzverfahren für die Reederei und die Betreibergesellschaft des Schiffes ist nunmehr eröffnet. Es läuft beim Amtsgericht Eutin.

Neben den Verbindlichkeiten der MS „Deutschland“ gebe es auch etwa zwei Millionen Euro Außenstände, die die Reederei betreffen. Allein die Beteiligungsgesellschaft habe rund 1500 Gläubiger. Sie sollen demnächst ihre Forderungen beim Insolvenzverwalter anmelden. Die erste Gläubigerversammlung ist am 20. Februar in Eutin geplant.

Mittlerweile gibt es aber Verkaufsverhandlungen und bereits eine Art Vorvertrag mit einem möglichen Investor. Diese Vereinbarung habe eine „gewisse Verbindlichkeit“, sagte der Sprecher. Allerdings müssten noch eine Reihe Formalien erfüllt werden. Den Namen wollte er nicht nennen.

Auf der MS „Deutschland“ hat das ZDF immer wieder für die Reihen „Das Traumschiff“ und „Kreuzfahrt ins Glück“ gedreht. Das ZDF führt Gespräche über ein neues „Traumschiff“. Das sagte ein Sprecher des Senders am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. „Es gibt aber derzeit noch keine konkreten Ergebnisse, die wir bestätigen könnten.“

Die „Bild am Sonntag“ hatte jüngst berichtet, das ZDF plane seine Heile-Welt-Reihe künftig nicht mehr auf der MS „Deutschland“, sondern auf der „Amadea“ zu drehen. Die MS Deutschland ist seit 1999 Drehort für die Erfolgssendung. Es ist das vierte „Traumschiff“ seit 1981 - nach der „Vistafjord“, der „Astor“ und der „Berlin“.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " MS Deutschland: Auf „Traumschiff“ lasten 60 Millionen Schulden"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%