Münchener Rück
Cat-Bond-Anleger haften nach Katastrophen

So genannte Cat-Bonds springen bei Naturkatastrophen ein - doch ihre Anleger gehen wegen des Erdbebens in Japan leer aus.
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MünchenZum zweiten Mal müssen Investoren im noch jungen Markt mit sogenannten Cat-Bonds für tatsächlich eingetretene Naturkatastrophen geradestehen. Die Münchener Rück bestätigte am Freitag, dass die Anleger des 2008 vom weltgrößten Rückversicherer an den Markt gebrachten Muteki-Wertpapiers leer ausgegangen seien. Grund sei das verheerende Erdbeben in Japan gewesen. Der „Börsen-Zeitung“ sagte der Münchener-Rück-Risikotransferexperte Rupert Flatscher: „Das Erdbeben vom 11. März hat dazu geführt, dass die vollständige Summe von 300 Millionen Dollar an unseren japanischen Erstversicherungskunden ausbezahlt wurde.“  

Versicherer locken Investoren mit vergleichsweise hohen Renditen von zehn Prozent und mehr in die Cat-Bonds. Wenn alles gutgeht, ist dies für viele Anleger lukrativ und eine interessante Beimischung im Portfolio. Denn Naturkatastrophen korrelieren in der Regel nicht mit anderen Risiken an den Börsen. Treten jedoch bestimmte, vorher genau festgelegte Kriterien zu Erdbeben oder Wirbelstürmen ein, wird das Geld der Anleger genutzt, um für die Schäden im betroffenen Gebiet aufzukommen.   

Cat-Bonds sind noch immer ein Nischenmarkt. Nach der Finanzkrise ist er zuletzt aber wieder deutlich gewachsen. Die Münchener Rück rechnet dieses Jahr mit Neuemissionen im Volumen von 5,5 bis sechs Milliarden Dollar. 2010 waren es rund fünf Milliarden Dollar.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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