Nach anfänglichen Verlusten drehen die Kurse am Bondmarkt in die Gewinnzone
Anleihemärkte ignorieren höhere Erzeugerpreise

Die Bondmärkte warteten am Dienstag mit starken Schwankungen auf. Sie ignorierten dabei aktuell negative Teuerungsdaten, die die Inflationsängste der Analysten und Notenbanken bestätigen.

DÜSSELDORF. Nach einem anfänglichem Kursrückgang erholte sich der Dezember-Bund-Future jedoch bis zum Handelsschluss um zwölf Basispunkte auf 121,41 Prozent. Die sich gegenläufig zu den Kursen entwickelnde Rendite zehnjähriger Bundesanleihen fiel leicht von 3,30 auf 3,28 Prozent.

Nach den herben Kursverlusten der Vorwoche seien die Bondmärkte in eine Konsolidierungsphase eingetreten, sagte Thomas Weidmann von der Helaba. Durchaus bemerkenswert findet es der Experte, dass die am Vortag schwächer als erwartet ausgefallenen Umfrageergebnisse der US-Notenbank im verarbeitenden Gewerbe der Region New York den Anleihekursen keinen nennenswerten Auftrieb verleihen konnten. Normalerweise fallen die Zinsen bei schwachen Konjunkturnachrichten. Aus der Kurserholung der Rentenmärkte sei damit kein grundlegender Stimmungswandel abzuleiten.

Die von mehreren EZB-Ratsmitgliedern geäußerten Ängste vor nachhaltigen inflationären Tendenzen in der Euro-Zone lasteten zeitweise auf den Anleihekursen. „Drohungen und Interpretierungen alleine sind auf Dauer nicht genug, um die Inflation in Schach zu halten“, sagte Otmar Issing, Chefvolkswirt der EZB. Die Inflationssorgen machten sich vor allem bei Staatspapieren mit kürzeren Laufzeiten in Kursverlusten – und damit in höheren Zinsen – bemerkbar.

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