Nach El-Erian Rücktritt: Pimco-Co-Chef will Führungsstruktur neu ordnen

Nach El-Erian Rücktritt
Pimco-Co-Chef will Führungsstruktur neu ordnen

Nach dem Rücktritt seines Vorstandskollegen dementiert Pimco-Co-Chef Scott Mather gegenüber der Digitalzeitung Handelsblatt Live, dass es nun einen Wechsel in der Strategie gibt. Für einige Änderungen sei es jedoch Zeit.
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FrankfurtDer weltgrößte Anleihemanager Pimco ist Spekulationen entgegengetreten, dass es nach dem überraschendem Abgang von Co-Chef El-Erian Schwierigkeiten in der Führung gibt und die Strategie neu ausgerichtet wird. Der Rückzug von El-Erian habe „alle überrascht“, räumte Scott Mather, Leiter des globalen Portfoliomanagements bei Pimco und jetzt Mitglied des sechsköpfigen Gremiums der Stellvertreter für Chef-Investmentstratege Bill Gross im Interview mit Handelsblatt Live (Mittwochsausgabe) zwar ein. „Und natürlich war er eine Art Aushängeschild und ähnlich präsent wie Bill Gross. Aber Veränderungen können jederzeit passieren und wir sind darauf vorbereitet.“

Den großen Umbau der Führungsstruktur bei der zum Allianz-Konzern gehörenden Pimco begründet Mather mit dem deutlich gewachsenen Unternehmen: „Als El-Erian 2007 vom Harvard-Stiftungsfonds zu Pimco zurückkehrte, war die Firma nur halb so groß wie jetzt“, sagte er. „Auch wenn die Organisation der Firmengröße laufend angepasst wurde, ist jetzt eine gute Gelegenheit, die gesamte Führungsstruktur neu zu ordnen.“

Dass mit dem Abgang von El-Erian, der auch als Nachfolger für den 69 Jahre alten Mit-Firmengründer Gross galt, die Führungsfrage vakant ist, lässt Mather nicht gelten: „Bill Gross ist gut in Form, Investieren ist sein Leben“, sagte der 45-Jährige dem Blatt weiter. „Bill Gross bleibt.“

Kunden habe Pimco, das 1,9 Billionen Dollar, umgerechnet 1,4 Billionen Euro, verwaltet, durch den Abgang von El-Erian nicht verloren, versicherte Mather. „Die meisten Anleger haben verstanden, dass sie ihr Geld keiner einzelnen Person anvertrauen, sondern hunderten von Experten.“

Auch die Strategie von Pimco werde nicht angepasst: „Es wird keine großen Änderungen in der Firmenpolitik oder Anlagestrategie geben“, sagte Mather. „Wir haben diesen Weg vor über einer Dekade begonnen und werden ihn weitergehen. Wir haben jetzt auch Rohstoffe, alternative Anlagen wie Hedgefonds, sind zuletzt ins aktive Aktienmanagement eingestiegen.“ Manchen Beobachtern sei das Expansionstempo vielleicht zu langsam, weil der Anteil der neuen Produkte neben dem Anleihemanagement nur zehn Prozent des verwalteten Vermögens ausmacht. „Aber wir wollen den Ausbau bewusst kontrolliert vorantreiben – wir stehen nicht unter Zeitdruck“, sagte Mather.

Den vollständigen Artikel lesen Sie bei der Handelsblatt Live.

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