Nach Euro-Gipfel: Spanien kommt günstiger an neue Milliarden

Nach Euro-Gipfel
Spanien kommt günstiger an neue Milliarden

Die Einigung der Euro-Staaten auf einen größeren Rettungsschirm haben die Märkte beruhigt. Erster Profiteur ist Spanien, das bei einer Auktion von Geldmarktpapieren weniger Zinsen zahlen muss.
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Madrid

Spanien kommt nach dem Euro-Sondergipfel bei der Ausgabe von Anleihen günstiger weg. Die Renditen bei zwei Geldmarktpapieren mit einer Laufzeit von zwölf und 18 Monaten lagen bei der Emission am Dienstag zum Teil deutlich unter dem Niveau, das das Finanzministerium noch vor einem Monat zahlen musste. Beide Papiere waren deutlich überzeichnet.

"Das ist positiv", sagte Jo Zinsstratege bei 4Cast. Das Gipfeltreffen habe etwas Vertrauen in den Markt zurückgegeben. Ein weiterer Test steht nach Einschätzung von Unicredit-Strategin Chiara Cremonesi dem Land am Donnerstag bevor, wenn die Emission von länger laufenden Anleihen im Volumen von bis zu 4,5 Milliarden Euro geplant ist.

Für zwölf Monate muss Spanien nun 2,128 Prozent zahlen, Mitte Februar waren es noch 2,410 Prozent. Bei dem eineinhalbjährigen Papier lag die Rendite mit 2,436 Prozent sogar etwa einen halben Prozentpunkt niedriger. Insgesamt nahm die Regierung in Madrid 5,5 Milliarden Euro am Markt auf.

Die Staats- und Regierungschefs der Euro-Zone hatten am Wochenende vereinbart, den Euro-Rettungsschirm EFSF zu vergrößern. Zudem soll der Fonds nun am Erstmarkt Anleihen kaufen können. Spanien gilt wegen seines hohen Staatsdefizits als Risikokandidat.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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