Nach Konjunkturzahlen Bundesanleihen tendieren uneinheitlich

Anleger am Anleihemarkt fühlen sich hin- und hergerissen. Zunächst ging es für Bundesanleihen weiter abwärts, doch dann zogen sie wieder an. Neben Konjunkturdaten schauen Investoren auch auf das Verhalten der Fed.
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Steht dem Anleihemarkt ein Sturm bevor? Anleger spekulieren weiter über den Ausstieg der Fed. Quelle: dpa

Steht dem Anleihemarkt ein Sturm bevor? Anleger spekulieren weiter über den Ausstieg der Fed.

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FrankfurtDeutsche Bundesanleihen haben am Mittwoch zunächst die Kursverluste der beiden vorangegangenen Tage noch ausgebaut, die Rendite stieg bis auf 1,82 Prozent. Im Verlauf erholten sich die Papiere und wurden zuletzt auf dem Vortagsniveau gehandelt.

In Deutschland ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Quartal vorläufigen Zahlen zufolge saisonbereinigt um 0,7 Prozent gewachsen, nach revidiert null Prozent Wachstum im ersten Quartal. Das übertraf die Erwartung der Ökonomen in einer Umfrage von Bloomberg News von 0,6 Prozent Expansion.

In der Eurozone gab es erstmals seit sechs Quartalen wieder Wachstum. Das BIP stieg im zweiten Quartal saisonbereinigt um 0,3 Prozent nach einer Kontraktion um revidiert 0,3 Prozent im ersten Quartal. Das übertraf die Erwartung von Ökonomen in einer Umfrage von Bloomberg News, die mit 0,2 Prozent Wachstum gerechnet hatten.

Bundesanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren rentierten zuletzt bei 1,81 Prozent auf einem Sieben-Wochen- Hoch. Der Terminkontrakt Bund-Future stieg um sechs Basispunkte auf 140,92 Prozent. Am Primärmarkt will Deutschland im Tagesverlauf zehnjährige Bundesanleihen im Volumen von 4 Mrd. Euro unterbringen.

Bei den Peripheriebonds sind die Kurse gestiegen. Zehnjährige spanische Anleihen rentierten bei 4,44 Prozent vier Basispunkte niedriger, italienische Bonds bei 4,20 Prozent drei Basispunkte tiefer.

Am Markt für US-Staatsanleihen haben die Kurse leicht zugelegt. Zehnjährige Treasuries rentierten bei 2,71 Prozent einen Basispunkt niedriger.

In einer Umfrage von Bloomberg News gehen 65 Prozent der befragten 48 Ökonomen im Median davon aus, dass die US-Notenbank im September damit beginnt, ihre Anleihekäufe zu reduzieren. Anfänglich könnte das monatliche Kaufvolumen demnach von 85 Mrd. Dollar um 10 Mrd. Dollar verringert werden und Mitte 2014 dürften die Käufe eingestellt werden.

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