Nach Wirtschaftsdaten
Furcht vor US-Stagflation lastet auf Rentenmarkt

Befürchtungen, die USA könnten in den kommenden Monaten in eine Stagflation rutschen, haben am Freitag auch den europäischen Rentenmarkt etwas ins Minus gedrückt. „Das ist eine unglückliche Kombination - schwaches Wachstum und hohe Inflation“, sagte ein Rentenhändler.

HB FRANKFURT. Der richtungweisende Bund-Future fiel bis zum Nachmittag um acht Ticks auf 113,57 Punkte. Der Bobl-Future gabe um zwei Ticks auf 107,49 Stellen nach, während der Schatz-Future bei 103,06 Zählern praktisch auf seinem Vortagesniveau verharrte. Die Rendite der dem Bund-Future zugrunde liegenden zehnjährigen Bundesanleihe stieg auf 4,218 Prozent. Die von der Bundesbank täglich berechnete Umlaufrendite verharrte am Freitag bei 4,24 Prozent. Der Rentenindex Rex gab marginal auf 115,31 Punkte nach.

In den USA war der Anstieg der Konsumausgaben in der für die Notenbank (Fed) wichtigen Kernrate zuletzt über den von der Fed angepeilten Zielkorridor von ein bis zwei Prozent gestiegen. Gleichzeitig sank der Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts im ersten Quartal in den USA deutlich stärker als erwartet und fiel auf den tiefsten Stand seit vier Jahren.

Der Rentenhändler ergänzte, in dieser Gemengelage sei ein Abrutschen in eine Stagflation denkbar. In einer Stagflation bleiben die Kosten für die Unternehmen hoch ohne dass sie dies über Umsatzwachstum ausgleichen können.

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