Nervöse Anleger
Unruhen treiben ukrainische Zinsen in die Höhe

Die politisch angespannte Lage in der Ukraine belastet den Finanzmarkt des Landes. Die Zinsen für Kredite sind erheblich angestiegen. Experten rechnen zudem mit einer erneuten Abwertung der ukrainischen Währung.
  • 1

London/FrankfurtDie Unruhen in der Ukraine machen Anleger immer nervöser. Die Zinsen für Kredite mit einer Laufzeit von einer Woche stiegen am Montag auf 18 Prozent. Am Freitag mussten Schuldner gerade einmal sieben Prozent und vor einer Woche sogar nur 3,5 Prozent zahlen.

Die ukrainische Währung erholte sich dagegen etwas. Sie profitiere weiterhin von Interventionen der Notenbank, sagten Börsianer. Die Zentralbank verkauft seit einiger Zeit Dollar, um den Kurs der Hrywnja zu stützen. Am Montag verbilligte sich die US-Valuta auf 8,151 Hrywnja. Terminkontrakte deuteten allerdings unverändert auf eine weitere Abwertung der ukrainischen Währung hin.

Die Verunsicherung der Investoren zeigte sich auch am Markt für Credit Default Swaps (CDS). Die Absicherung eines zehn Millionen Dollar schweren Pakets ukrainischer Staatsanleihen bleibe mit Kosten von rund 1,1 Millionen Dollar teuer, teilte der Datenanbieter Markit mit.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Nervöse Anleger: Unruhen treiben ukrainische Zinsen in die Höhe"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Vermutlich werden wir in nächster Zeit ein Abschaffen der Visumpflich für Ukrainer erleben im Kombination mit einem Angriff der "Finanzmärkte" auf die ohnehin angeschlagenen Staatsfinanzen des Landes.

    Das dürfte ausreichen um den Laden auf die Nase zulegen, was auch fürchterlich ins Auge gegen kann.

    Eins muss die EU durch Worte und Handlungen glasklar machen: unser Interesse an der Ukraine ist einzig aus Gründen der Erweiterung der EU Richtung Osten.

    Es besteht, im krassen Gegensatz zu den USA, keinerlei Interesse daran durch Kappung von wirtschaftlichen Verflechtungen Russland zu schädigen.

    Denkbar wäre ein Umfangreiches Abkommen mit Russland das die wirtschaftlichen Interessen der EU und Russland effektiv schützt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%