Nervöse Märkte

Die Euro-Krise schlägt zurück

Die Risikoprämien für italienische und spanische Anleihen steigen immer höher. Die Kosten für die Refinanzierung erreichen ein kritisches Niveau. Die Regierungen sind beunruhigt. Anleger flüchten in Gold.
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Für Italien und Spanien wird die Refinanzierung empfindlich teuer. Quelle: dpa

Für Italien und Spanien wird die Refinanzierung empfindlich teuer.

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Frankfurt, Berlin, Düsseldorf, BrüsselKnapp zwei Wochen nach dem Euro-Gipfel zur Stabilisierung der Euro-Zone sind die Märkte wieder auf Krisenmodus eingeschwenkt. Sichere Anlagen sind gefragt, riskante werden verkauft: Der Goldpreis stieg auf den Rekordwert von mehr als 1640 Dollar je Feinunze, der Schweizer Franken markierte Höchststände gegenüber dem Euro, und Europas Aktienmärkte verloren den zweiten Tag in Folge kräftig. Händler erklärten das mehr oder weniger lapidar mit den Ängsten vor einer sich abschwächenden Weltwirtschaft.

Das Beunruhigende daran: Investoren verkaufen massiv italienische und spanische Staatsanleihen. Die Folge: Die Renditen für zehnjährige Zinspapiere dieser Ländern stiegen auf deutlich über sechs Prozent – ein Rekord in der Euro-Ära. Gleiches galt für Risikoprämien – also die Renditeabstände gegenüber sicheren deutschen Bundesanleihen.

Bei Renditen von mehr als sechs Prozent wird die Finanzierung für Euro-Staaten sehr teuer. Das macht den Regierungen in Rom und Madrid Sorgen. Italiens Finanzminister Giulio Tremonti wird sich daher heute in Luxemburg mit dem Vorsitzenden der Euro-Gruppe, Luxemburgs Regierungschef Jean-Claude Juncker, treffen. Gestern berief Tremonti zudem erstmals in diesem Jahr das „Finanzstabilitäts-Komitee“ ein, um Auswege aus der Abwärtsspirale zu suchen. Das Gremium, dem Vertreter des Wirtschaftsministeriums und der Zentralbank sowie die Präsidenten der Börsen- und der Versicherungsaufsicht angehören, versuchte am Abend zu beruhigen: „Die Analyse bestätigt, dass das italienische Banken- und Finanzsystem solide ist dank rascher Maßnahmen zur Stärkung der Kapitalbasis und der Bankenliquidität.“

Dennoch ist Rom nervös, das zeigt sich auch daran, dass die Börsenaufsicht die Deutsche Bank aufgefordert hat, sich für den Verkauf italienischer Staatsanleihen zu rechtfertigen. Die Bank hatte von Januar bis Ende Juni ihren Bestand an italienischen Anleihen von acht Milliarden auf nur noch knapp eine Milliarde Euro reduziert. Die Deutsche Bank erklärte das damit, dass die Übernahme der Postbank die Bestände italienischer Anleihen kurzfristig nach oben getrieben habe.

Gerüchte um Italien
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13 Kommentare zu "Nervöse Märkte: Die Euro-Krise schlägt zurück"

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  • NEIN!!!! Auch wenn "hamp" nicht gut schreiben kann, muss ein demokratisches System auch dessen Argumente berücksichtigen! Die Taktik von Euch (akademischen?) Schlauscheißern, die einfachen, eventuell ungebildeten Menschen als dumm hinzustellen, hat zu diesen Menschenunwürdigen Zuständen geführt. Ich fordere: hört auf den gesunden Menschenverstand. Außerdem behaupte ich, uns "kleinen" Bürgern wird absolut garnichts passieren, wenn die ganze Abzockerbande pleite ist. Gebt den Bänkern keine Spielgeld mehr - es reicht! Stärkt das Kleinunternehmertum und den Mittelstand, dann geht es wirklich bergauf.

  • Die nächsten Krisen sind seit 2008 vorprogrammiert, denn es ist nichts geschehen, um dies aufzuhalten. Die Händler und Banker zocken weiter, schustern sich wieder hohe Boni zu, und der dumme Steuerzahlen zahlt und zahlt und zahlt. Nur – wie lange noch? Wann gehen auch die Deutschen endlich auf die Straße und protestieren gegen diese unhaltbaren Zustände? Demnächst werden dank der grünen Politik aller Parteien (die Grüne Einheitspartei Deutschlands) auch die Energiepreise (wie der Goldpreis) unaufhaltsam steigen und die Völker Europas sind von ihren gewählten oder nichtgewählten Politikern dermaßen an der Nase herumgeführt worden, daß sie endlich aufwachen sollen, um sich die Souveränität ihrer Staaten wiederzuholen, nämlich ihre eigene Geld- und Wirtschaftspolitik. Seit der Einführung des Euro geht es mit Europa rapide bergab, denn nur die Banken, Versicherungen und Konzerne profitieren vom Euro, und der kleine Steuerzahler und die Armen zahlen. Es ist nicht mehr auszuhalten. Also: Die Drachme den Griechen, die Lire den Italienern usw. Ich will die DM wiederhaben - mit allen Konsequenzen. Der Euro war von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Sehen die Politiker das nicht? Oder sind sie so korrupt, daß es nicht können oder wollen?
    Ihr Cityschreiber

  • Lernen Sie doch erst mal schreiben.

  • Stimmt, "das Volk" hat die Luegenbolzen und Volksnepperschlepper in Bundestag und Bundesrat durch Wahlen, und -insb.- durch nicht Waehlen gehen, an diese Selbstbedienungstroege gehievt.

    Das die Gauner nun die Troege leeren, die ihnen vom fatalistisch-ignoranten Volk anheimgestellt wurden, muss man sodann wohl "aushalten".

    Bzgl. "EU" und "Euro" aber war dem Souveraen die demokratische Legitimation und Gestaltungsfeiheit entzogen.
    Statt eines 'gemeinsamen Hauses Europa', bekamen die Europaer eine zunehmend sinnbefreite, zerstoererische Blaehbuerokratie vorgesetzt, und statt einer gemeinsamen Waehrung fuer Europa, Spielgeld von Laien-Spielbankbetreibern.

  • @ Karlfred
    Alle sind in Urlaub, natürlich auf Kredit!
    Vielleicht reicht es noch für die Heimreise.
    Mutti könnte ja gleich in Tirol bei den Wolpertingern bleiben.

  • Ich kann die sprachliche Verballhornung von "staatlichen Sparpaketen" oder "Sparen" wollen nicht mehr lesen, ohne brennende Augen zu bekommen.

    Dann sollten die Staaten doch einfach reichlich "Unkosten" machen, dann braucht man auch keine Ausgaben mehr streichen, fuer die sowieso kein Geldaufkommen vorhanden ist. ;-$

  • "Opposition in Bundestag", Bundesrat, oder gar seitens des "Souveraen"?

    Eine irgendwie geartete 'Opposition' findet schlicht nicht und nirgendwo statt.
    Opposition ist ein historischer, heute bedeutungsloser Begriff.

  • Unsere Politiker sind korrupte, verlogene Kakerlaken
    Und das tumbe Volk schläft weiter statt sie davonzujagen....
    Das nimmt ein bitterböses Ende....
    Aber die Bevölkerung ist selber Schuld !!!

  • und dann burgt deutschland mit fast 50% ihre GDP..

    also...dann kommt der forderung von schauble das wir unsere sovereignität an burokraten in brussel abgeben MUSS (die gleichen die meinten die euro wäre ein gute idee ubrigens) um alles zu retten..

    der welt steht kopf...weiss ist schwarz..krieg ist frieden..leute die problem verursachen sind die einzige die die problemen (die die verursacht haben) lösen können und von der krise profitieren....banken sind unsere bester freunden..

    frage...bestimmte gruppen haben die euro eingefuhrt...die fand die idee gut...und jetzt das es klar ist das es kein gute idee war..sollen genau diesen leute die aufgabe kriegen alles zu 'retten'?..erm...warum kriegen nicht die leute die jahre lang richtig gelegen sind diese aufgabe jetzt?..die sogentanen 'skeptiker'?..warum würden die immer noch an rande gedrenkt?..DAS STINKT!!!

    nochwas..wenn es möglich ist in eine politisches system..wie jetzt...durch krisen die man selbsts verursacht hat an mehr macht und einfluss zu gelangen..sollten wir nicht vieleicht mehr solche 'krisen' erwarten?..ich meine ja..so ein system fordert korruption ohne ende...in ein normallen..gesunden system würden leute die problemen verursachen bestrafft als abschreckung...wenn aber diese leute belohnt werden muss man uberlegen ob das die nicht vieleicht anfeuert mehr krisen zu verursachen...vieleicht?..oder sollen wir rauber eine million euro geben in die hoffnung das die dann aufhören wird zum rauben?..schauble meint eindeutig JA..

  • Was hier als Krise bezeichnet wird, ist in Wirklichlichkeit die Einkehr der Vernunft - endlich: Überschuldete Staaten müssen höhere Zinsen zahlen. Und das ist noch nicht einmal die ganze Vernunft. Eigentlich dürften sie überhaupt keinen neuen Kredit mehr bekommen. So jedenfalls sieht man das, wenn es um Schuldner geht, die keine Staaten sind.

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