Nervosität an Finanzmärkten
Ukraine-Krise schickt russische Märkte auf Talfahrt

Die Furcht vor einer Eskalation der Ukraine-Krise setzt die russischen Börsen unter Druck. Die Kurse fallen auf den tiefsten Stand seit einem Monat. Derweil befürchtet man eine neue Welle von Sanktionen gegen Russland.
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KiewDie jüngsten Eskalationen in der Ost-Ukraine sorgen für Nervosität an den Finanzmärkten. Die Kurse russischer Staatsanleihen fielen am Montag auf den tiefsten Stand seit einem Monat. Ukrainische Papiere notierten so schwach wie zuletzt vor drei Wochen. Auch die Landeswährungen - der russische Rubel und die ukrainische Griwna - gerieten weiter unter Druck.

Der MICEX-Index, dessen Werte in Rubel notiert sind, fiel zeitweise um 1,9 Prozent. Der auf Dollar lautende RTS-Index gab in der Spitze 2,8 Prozent nach. Federn lassen musste auch die russische Landeswährung: Der Dollar kletterte auf 36,03 Rubel nach 35,64 Rubel im Schlussgeschäft vom Freitag. „Der sich zuspitzende Konflikt erhöht das Risiko eines Bürgerkriegs in der Ukraine“, hieß es in einem Kommentar der Bank of America Merrill Lynch. Zudem würden Befürchtungen laut, es könnte zu einer neue Welle westlicher Sanktionen gegen Russland kommen.

Pro-russische Separatisten hatten in den vergangenen Tagen in mehreren ostukrainischen Städten Verwaltungs- und Polizeigebäude besetzt und Straßensperren errichtet. Die Regierung in Kiew gab ihnen bis Montagmorgen Zeit, ihre Waffen abzugeben und die besetzten Gebäude zu verlassen. Nach dem Ablaufen des Ultimatum erklärte Übergangspräsident Alexander Turtschinow nun, die angedrohte Militäroperation werde bald beginnen. Die russische Regierung stritt ab, Drahtzieherin bei der Besetzung von Polizei- und Verwaltungsgebäuden zu sein.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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