Neue Anleihen
Spaniens Finanzierungskosten steigen weiter

Spanien hat kurz vor dem Jahresschluss noch mal den Kapitalmarkz angezapft. Das hoch verschuldete Land brachte Anleihen mit Laufzeiten von 12 und 18 Monaten problemlos bei Investoren unter. Allerdings musste es dafür hohe Zinsen bieten.
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HB MADRID. Spanien hat Staatsanleihen in Milliardenhöhe am Finanzmarkt platziert, muss den Investoren aber deutliche Zinsaufschläge zahlen. Das hoch verschuldete Land sammelte am Dienstag nach Angaben des Finanzministeriums für Papiere mit einer Laufzeit über 12 und 18 Monate insgesamt 2,51 Milliarden Euro ein und damit in etwa so viel wie erwartet.

Allerdings verlangten die Anleger für die Ein-Jahres-Anleihen eine durchschnittliche Rendite von 3,449 Prozent; bei der Auktion im November waren es nur 2,363 Prozent. Bei den eineinhalbjährigen Papieren kletterten die Zinsen auf 3,721 Prozent nach zuvor 2,664 Prozent.

"Das Wichtigste war, dass die Zinsen bei beiden Anleihen über 100 Basispunkte höher waren als vor einem Monat", sagte Unicredit-Analystin Chiara Cremonesi. Insgesamt seien die Papiere am Markt aber gut angenommen worden. Beide Emissionen waren stärker überzeichnet als beim vorigen Mal.

Im Zuge der Euro-Krise hat sich die Finanzierung für hoch verschuldete Staaten wie Griechenland, Irland, Spanien und Portugal deutlich verteuert.

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  • bislang hat die EZb behauptet, dass die getätigten Anleihekäufe nur kurzfristiger Natur seien, um Schwankungen im Markt auszugleichen. Nun stellt sich heraus (und es war natürlich auch nicht anders zu erwarten), dass der Markt für Anleihen aus Krisenländer trotz hoher Zinsen kollabiert ist. Es gibt einen massiven und langfristigen Käuferstreik. Dieser wird auch in zwei oder drei Jahren noch bestehen. Damit wird es für diese Länder unmöglich, auslaufende Anleihen an die Gläubiger auszuzahlen. Das ist der Wirtschafts-Gau mit Ankündigung! Alles Geld, was wir heute in Anleihen von Krisenländern anlegen, ist verlorenes Geld, denn der Schuldenschnitt kommt unausweichlich. Dies gilt für Spanien, Portugal, belgien, irland und Griechenland. Selbst italien und Frankreich könnten mittelfristig kollabieren. - Wir gehen derzeit einen völlig falschen Weg. Der Euro muss abgewickelt werden. selbst mit einer Transferunion ketten wir nur Schwerkranke ohne Hoffnung auf Rettung aneinander. Es geht dabei nicht nur um Deutschland, es geht auch um unsere Nachbarn in den Krisenländern. Eine ganze Generation von Menschen wird aktuell durch das starre beharren auf den Desaster-Euro in die Hoffnungslosigkeit getrieben. Wir züchten Extremismus und Verelendung!

  • Wer kauft die Anleihen noch, außer natürlich die EZb,
    wenn doch die Profis schon die PiGS-Anleihen abstoßen, die sie noch im bestand haben. Alles Volksverarschung.

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