Neue Art von Katastrophen-Bonds
Credit Suisse mit „Schurken-Händler“-Anleihe

Die Schweizer Großbank will sich gegen Risiken im eigenen Hause absichern – beispielsweise bei betrügerischen Geschäften einzelner Händler. Experten wundern sich nicht, dass die Bank nur eine geringe Summe verkauft hat.

ZürichDie Credit Suisse hat 220 Millionen Franken an Anleihen verkauft, mit denen sie sich im Krisenfall vor möglichen Verlusten schützen will - etwa, wenn Händler ihre Grenzen überschreiten. Einige Investoren machten um die Papiere wegen der nicht-kalkulierbaren Risiken allerdings wohl einen Bogen.

Ursprünglich wollte die zweitgrößte Schweizer Bank bis zu 630 Millionen Franken der Bonds verkaufen, wie drei Personen berichteten, als sie erstmals vermarktet wurden. Kreisen zufolge wurde die Order-Annahme Anfang Mai verlängert. Und der Versicherungs-Blog Artemis berichtete schließlich am 17. Mai, dass das Angebot auf rund 200 Millionen Franken eingedampft wurde.

„Wir hatten uns die Risiko-Anleihen eine Zeit lang angeguckt und erwogen, zu investieren - es ist definitiv eine interessante Idee“, sagt Dirk Schmelzer, Fondsmanager bei Plenum Investments. „Es wäre schwierig für uns gewesen, unseren Kunden zu erklären, warum wir in ein solches Instrument investieren - weil die Risiken schwer einzuschätzen sind.“ Ein Vertreter der Credit Suisse in London wollte auf Nachfrage von Bloomberg keinen Kommentar zu dem Anleiheverkauf abgeben.

Die fünfjährigen Papiere ähneln jenen Katastrophen-Bonds, die von Versicherern genutzt werden, um ihre Risiken aus Unglücken wie Überflutungen und Erdbeben zu begrenzen.

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Credit Suisse mit „Schurken-Händler“-Anleihe

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